"Weiterbildung ins Zentrum rücken!"
Rossmann: Weiterbildungstag soll Signal für Bildungsoffensive werden
Mit der gestern im Bundeskabinett beschlossenen Weiterbildungsprämie ist nach Auffassung des Kreis Pinneberger SPD-Bundestagsabgeordneten Dr. Ernst Dieter Rossmann ein wichtiger erster Schritt für eine umfassende Bildungsreform gemacht worden.
„Gerade anlässlich des Weiterbildungstags am 15. Juni sind die gestrigen Beschlüsse ein Grund zur Freude“, so Rossmann, der auch bildungspolitischer Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion ist. „Insbesondere mit der Einführung eines staatlichen Zuschusses für Weiterbildung, aber auch der Öffnung des Vermögensbildungsgesetzes für Weiterbildungsmaßnahmen und dem Angebot kostengünstiger Weiterbildungskredite ist ein Bündel von Angeboten für die Stärkung der persönlichen Weiterbildungsbeteiligung auf den Weg gebracht worden, dem jetzt weitere Maßnahmen folgen müssen.“
Die Weiterbildungsprämie solle mit einer staatlichen Zuschusshöhe von bis zu 154 Euro Bürgerinnen und Bürgern mit geringem und mittlerem Einkommen, die sich persönlich weiter qualifizieren wollen, eine reelle finanzielle Unterstützung bringen.
Für Rossmann muss diese Initiative das Signal für eine umfassende Reform der Weiterbildung sein. „Angesichts des demografischen Wandels und eines drohenden Fachkräftemangels müssen wir die Weiterbildung zur vierten Säule des Bildungssystems ausbauen. Wir werden künftig mehr Weiterbildung brauchen und dürfen nicht davor zurückscheuen, dafür auch Geld in die Hand zu nehmen“, erklärt der Politiker. „Nach meiner Auffassung müssen wir dabei auf einen sinnvollen und gerechten Mix von öffentlicher, betrieblicher und individueller Finanzierung setzen.“
In diesem Zusammenhang spricht sich Rossmann auch für eine Qualitätsoffensive in der Weiterbildung aus. „Dazu gehört an allererster Stelle, dass die in der Weiterbildung Beschäftigten gerecht entlohnt werden. Die erschreckende Entwicklung hin zu Dumpinglöhnen in diesem Bereich muss gestoppt werden“, fordert der Bildungspolitiker. „Auch hier muss gelten, dass gute Ausbildung auf hohem Niveau und kompetente Arbeit eine ordentliche Bezahlung verdienen.“
Mit dem ersten Deutschen Weiterbildungstag findet ein bundesweites Bündnis für Weiterbildung von Organisationen der Weiterbildung, bundesweiten Trägern der Erwachsenenbildung und von wichtigen Kräften der Gewerkschaften, der Unternehmen und der Medien sichtbaren Ausdruck. Auch im Kreis Pinneberg sind von zahlreichen Bildungsträgern Aktionen geplant. Zum Auftakt um zehn Uhr beim Berufsförderungswerk Pinneberg haben sich neben Rossmann als SPD-Bildungsexperte auch Schleswig-Holsteins Arbeitsminister Uwe Döring und Landrat Dr. Grimme angekündigt.






