Dr. Ernst Dieter Rossmann, MdB


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Dr. Ernst Dieter Rossmann MdB

08. Mai 2007

AstraZeneca: Rossmann mahnt zu sozialer Verantwortung

SPD-Politiker führt Gespräche mit Geschäftsleitung und Betriebsrat

Bei der Umsetzung seines Umstrukturierungsprogramms sollte der Pharma-Konzern AstraZeneca nach Auffassung des Kreis Pinneberger SPD-Bundestagsabgeordneten Dr. Ernst Dieter Rossmann soziale Verantwortung gegenüber seinen Mitarbeitern beweisen. Darauf wies der Politiker in der vergangenen Woche im Rahmen von Gesprächen mit Betriebsrat und Geschäftsführung hin.

„Der Betriebsrat hat den Eindruck, seitens des Unternehmens mit den Plänen, deutschlandweit 900 Stellen abzubauen, wovon 70 auf den Standort Wedel und 400 auf den Außendienst entfallen sollen, vor vollendete Tatsachen gestellt zu werden“, berichtet Rossmann, der sich vor Ort über die Situation des Unternehmens informierte. „Gewiss ist die Pharmabranche besonders schnell wechselnden Bedingungen unterworfen, auf die ein Unternehmen wie AstraZeneca auch zeitnah reagieren können muss. Es bleibt dabei aber selbstverständlich in der Pflicht, die Interessen der Arbeitnehmer zu berücksichtigen und sich an das Betriebsverfassungsgesetz zu halten.“

Rossmann weist darauf hin, dass AstraZeneca ein weltweit gut aufgestelltes Unternehmen ist, das sich zwar strategische Gedanken machen müsse, aber aktuell hervorragende Zahlen vorweisen könne. „Bei den im April vorgelegten Quartalsdaten ist ein um elf Prozent auf 2,27 Milliarden Dollar erhöhter Gewinn präsentiert worden. Gleichzeitig kauft der Konzern für über 15 Milliarden Dollar ein US-amerikanisches Biotech-Unternehmen. Da bedarf es schon sehr guter Gründe, um die Entlassung so vieler Mitarbeiter zu rechtfertigen“, betont der Sozialdemokrat.

Gerade angesichts guter Daten müsse das Unternehmen ein Interesse daran haben, mit Blick auf die Zukunft für eine stabile Entwicklung der Belegschaft zu sorgen. Rossmann: „Das ist auch eine Frage von gegenseitigem Vertrauen und Verlässlichkeit.“

Er habe deshalb an die Geschäftsleitung appelliert, das Gespräch mit den Arbeitnehmervertretern zu suchen: „Es ist keine Frage, dass Management, Gewerkschaft und Betriebsrat hier an einen Tisch gehören, um vorrangig Lösungen zu entwickeln, die den Erhalt der gefährdeten Arbeitsplätze zum Ziel haben.“

Für die Politik nehme er aus den Gesprächen die Aufforderung mit, künftig besser für verlässliche Rahmenbedingungen zu sorgen. „Diese dringliche Bitte von Betriebsrat und Geschäftsführung will ich gerne in die Berliner Arbeit einfließen lassen. Alle Beteiligten, also auch die Politik, sind gefordert dafür zu sorgen, dass die wichtigsten Faktoren über mehrere Jahre hinweg kalkulierbar sind“, so Rossmann.


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