"Die Telekom muss sich bewegen!"
Rossmann (SPD) fordert Zugehen auf Arbeitnehmer
Die Deutsche Telekom muss auf die Arbeitnehmer und die Gewerkschaft Ver.di zugehen, um eine arbeitnehmerverträgliche Lösung des aktuellen Konflikts zu ermöglichen. Das hat der Kreis Pinneberger SPDBundestagsabgeordnete Dr. Ernst Dieter Rossmann jetzt anlässlich eines Gespräches mit den regionalen Ver.di-Verantwortlichen Ralf Schwittay und Jürgen Utermark und örtlichen Arbeitnehmervertretern, insbesondere aus dem Elmshorner Niederlassung von TK Zentrale Services, dem ehemaligen Fernmeldezentralzeugamt, gefordert.
„Angesichts des Horrorszenarios der Ausgliederung von Zehntausenden von Stellen und der unglaublichen Starrheit der Führung des Konzerns in den Gesprächen halte ich die Empörung der Kollegen und die Protestaktionen für absolut gerechtfertigt“, betont Rossmann. „Der Telekom-Vorstand hat es sich selbst zuzuschreiben, dass hier der Eindruck entsteht, das Unternehmen solle allein auf dem Rücken der Beschäftigten saniert werden!“
Er wisse aus zahlreichen Gesprächen mit Telekom-Mitarbeitern, dass die Beschäftigten Veränderungen gegenüber aufgeschlossen seien und auch dafür zu gewinnen wären, an Verbesserungen von Abläufen und Effektivierung von Strukturen mitzuwirken. Es werde aber weder ihre unternehmensinterne Kompetenz noch die Bereitschaft über differenzierte Regelungen zu sprechen, angenommen.
„Mit dem vermeintlichen Zauberwort ‚Outsourcing’ wird die Telekom ihre Probleme nicht lösen können. Das Unternehmen braucht ein Zukunftskonzept, zu dem gehört, dass die Festnetzsparte technologisch topfit gemacht und vor allem der Servicebereich deutlich verbessert wird. Nur so – und nicht durch einen verordneten dramatischen Lohnverzicht und die Einschränkung von Arbeitnehmerrechten – ist das zentrale Problem des Kundenschwundes zu lösen“, ist Rossmann sicher.
Der Politiker sagte den Arbeitnehmervertretern zu, sich mit seinen schleswig-holsteinischen SPD-Kollegen in der Bundestagsfraktion für eine arbeitnehmerverträgliche Lösung einzusetzen.






