Berlin gibt mehr für Hochbegabte aus
Rossmann (SPD) freut sich über bessere Förderung
Die Begabtenförderung für Studenten soll nach dem Willen der großen Koalition im Bund weiter ausgebaut werden. Das teilte jetzt der Kreis Pinneberger SPD-Bundestagsabgeordnete Dr. Ernst Dieter Rossmann im Vorwege der Kuratoriumstagung des Evangelischen Studienwerkes für Deutschland Villigst in Schwerte/NRW mit.
„Im vergangenen Jahr wurden 0,7 Prozent der Studierenden über Begabtenstipendien gefördert. Schon in diesem Jahr haben wir für die Begabtenförderungswerke 13 Prozent mehr im Haushalt eingeplant als 2006. Diesen Ausbau wollen wir fortsetzen und den Anteil der Geförderten bis zum Ende der Legislaturperiode auf ein Prozent anheben. Das ist ein echter Erfolg der Bildungspolitiker der Koalitionsfraktionen.“
Eine zentrale Rolle in der Förderung begabter Studenten obliegt dabei den Studienwerken, die die Nachwuchswissenschaftler und Studierende durch Stipendien direkt unterstützen. Im Haushaltsjahr 2007 stehen insgesamt 99,4 Millionen Euro an Zuschüssen für die Studentenförderungswerke zur Verfügung, 11,7 Millionen mehr als im Vorjahr und mehr als doppelt soviel wie noch 1990. Von den Begabtenstipendien, die mit maximal 525 Euro im Monat ausgestattet sind, wobei sich mit Zuschlägen bis zu 800 Euro ergeben können, profitierten im vergangenen Jahr rund 14.000 Studierende.
„Geplant ist, diese Zahl in den kommenden Jahren auf 20.000 zu erhöhen“, sagt Rossmann, der besonderen Wert darauf legt, künftig in wachsendem Maße Studierende mit Migrations hintergrund zu berücksichtigen.
Neben den aktuellen Förderungsmaßnahmen stehen auch personelle Fragen auf der Tagesordnung des Villigst-Kuratoriums, dem Rossmann seit dem vergangenen Jahr angehört: Voraussichtlich wird das Gremium, das am Donnerstag und Freitag in Schwerte zu seiner diesjährigen Tagung zusammentritt den ehemaligen Bremer Bürgermeister Henning Scherf zum neuen Vorsitzenden berufen.
Das Evangelische Studienwerk Villigst gehört zu den elf großen Begabtenförderungswerken in der Bundesrepublik. Zu den ehemaligen Stipendiaten gehören unter anderemder Fernsehmoderator Roger Willemsen, die heutige Bischöfin Margot Käßmann und der ehemalige sächsische Ministerpräsident Kurt Biedenkopf.






