Dr. Ernst Dieter Rossmann, MdB


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Dr. Ernst Dieter Rossmann MdB

19. April 2007

Rossmann: Infrastruktur wichtiger als Börsengang der Bahn

SPD-Bundestagsabgeordneter fordert konzertierte Aktion für den Norden

Mit einer gemeinsamen Initiative sollen nach Vorstellung des Kreis Pinneberger SPD-Bundestagsabgeordneten und Sprechers der schleswig-holsteinischen SPD-Landesgruppe Dr. Ernst Dieter Rossmann Landesregierung und Bundespolitiker aus dem Norden für eine Aufstockung der Bahnmittel kämpfen.

„Für ihre jetzt bekannt gewordenen Pläne, die Investitionen für das schleswig-holsteinische Schienennetz zurückzufahren, kann die Deutsche Bahn AG über die Parteigrenzen hinweg nur vehementen Widerspruch ernten“, stellt der Politiker klar. „Die Botschaft muss unmissverständlich sein: Wir lassen es nicht zu, dass Schleswig-Holstein abgehängt wird!“

Die schleswig-holsteinischen SPD-Bundestagsabgeordneten seien deshalb bereit, Seite an Seite mit dem Landesverkehrsminister auf Änderungen an dem bisher vorgelegten Konzept zu drängen. Rossmann: „Der Sanierungs- und Neubaubedarf im schleswig-holsteinischen Streckennetz ist an vielen Stellen mit Händen zu greifen. Ich kann für das Konzept des Konzerns beim besten Willen keine sachliche Grundlage erkennen.“

Die Bahn AG sehe offenbar mehr auf ihre Bilanzen als auf ihre Verpflichtung, Infrastruktur sicherzustellen und auszubauen. „Der Börsengang der Bahn AG ist schließlich kein Ziel, dem alles andere unterzuordnen ist. Wenn dieses Projekt so offensichtlich auf Kosten der Grundversorgung von Fahrgästen und Unternehmen geht, die die Frachtleistungen des Konzerns in Anspruch nehmen, müssen diese Fragen erst recht noch einmal kritisch überdacht werden“, meint Rossmann.

Für ihn sei der Bahnhofsumbau in Elmshorn so etwas wie ein Lackmustest für die Seriosität des Bahn-Managements. „Ich glaube, bei allen zuständigen Politikern in Schleswig-Holstein steht diese Maßnahme ganz weit oben auf der Prioritätenliste. Und trotzdem vertröstet die Bahn AG uns ein ums andere Mal. Wenn der Umbau nicht tatsächlich in diesem Jahr erfolgt, wird es schwer, Ankündigungen und Versprechungen des Konzerns überhaupt noch zu vertrauen.“

Einmal mehr habe er daher dieser Tage die Bahnbevollmächtigte Plambeck angeschrieben und um Auskunft über den Baubeginn gebeten. „Ich hoffe auf eine belastbare positive Antwort, die keine Fragen offen lässt. Das wäre eine echte vertrauensbildende Maßnahme“, so Rossmann.


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