Dr. Ernst Dieter Rossmann, MdB


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Dr. Ernst Dieter Rossmann MdB

19. März 2007

Rossmann: "XFEL-Röntgenlaser kommt einen großen Schritt voran. Frankreich zieht jetzt bei der Finanzierung mit"

Der Spatenstich für den XFEL-Röntgenlaser Hamburg-Schenefeld am 4. Juni dieses Jahres stand eine Zeit lang auf wackeligen Beinen, da Frankreich die Mitfinanzierung des Projektes nicht endgültig zusagen wollte.

Anstrengungen der Bundesregierung wie auch auf parlamentarischer Ebene haben jetzt zu einem Durchbruch geführt, wie der Kreis Pinneberger SPDBundestagsabgeordnete Dr. Ernst Dieter Rossmann mitteilte: „Frankreich hat auf höchster Ebene die Mitfinanzierung mit 50 Millionen Euro zugesagt. Ich bin heil froh, dass damit der Bau eines der größten Forschungsprojekte auf deutschem Boden einen weiteren großen Schritt nach vorne kommt. Das ist außerordentlich wichtig für Schenefeld und den Kreis Pinneberg insgesamt.“

Die Verhandlungen mit den anderen Partnern, zu denen neben europäischen Ländern auch China gehört, sollen jetzt zügig Zusagen für die noch fehlenden 350 Millionen Euro erbringen. Anschließend will man das Konsortium für den Bau der Anlage gründen. Bis zuletzt hatte Frankreich mit einer Zusage gezögert, wohl wissend, dass zwölf andere Nationen, die zusammen vierzig Prozent der Baukosten von knapp einer Milliarde Euro aufbringen sollen, ihr eigenes Verhalten davon abhängig machen würden. Rossmann: „Umso bedeutender ist es, dass Frankreich jetzt auf grün geschaltet hat, denn darin liegt eine echte Signalwirkung.“

Der Spatenstich für den XFEL-Röntgenlaser Hamburg-Schenefeld, der vom DESY-Hamburg betrieben wird, könnte auch ein besonderes Highlight sein in der forschungspolitischen Agenda des ersten Halbjahres 2007, in dem Deutschland die EU-Ratspräsidentschaft hat. Rossmann: „Dieses Signal aus Paris wird auch die 4. „European Conference on Research Infrastructures“ beflügeln, die im Rahmen der deutschen EURatspräsidentschaft am 5./6. Juni 2007 gemeinsam mit der Europäischen Kommission und dem Europäischen Forschungs- und Infrastrukturforum ESFRI in Hamburg stattfinden wird.“ Zu diesem Ereignis hat sich, so Rossmann, auch hochrangige politische Prominenz aus Deutschland und den Partnerländern in Hamburg angesagt.

Rossmann: „Der XFEL-Röntgenlaser ist eines von vier sehr gewichtigen Projekten, die wir in Deutschland für den Forschungsraum Europa und die Weltkooperation anbieten. Es ist ein großer Erfolg, dass dieses bedeutende Forschungsgerät nach Hamburg-Schenefeld kommt und in unserer Region damit einen forschungspolitischen Leuchtturm setzen wird, wie er auf der Welt sonst nur in den USA und in Japan entsteht. Das Projekt wird Wachstumsimpulse für die ganze Region bringen.“ Die Inbetriebnahme des Röntgenlasers XFEL – als längste künstliche Lichtquelle auf Erden mit einem 3,4 Kilometer langen Tunnel – ist für das Jahr 2013 geplant.


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