"Atomkraft ist keine Lösung!"
Rossmann (SPD) widerspricht Schröder (CDU)
Auf Unverständnis des Kreis Pinneberger SPDBundestagsabgeordneten Dr. Ernst Dieter Rossmann ist die Kritik von CDU-MdB Dr. Ole Schröder am vereinbarten Atomausstieg gestoßen. Schröders Gedankenkonstruktion, die rot-grüne Vorgängerregierung wegen anstehender Planungen für niedersächsische Kohlekraftwerke für etwaige zukünftige Luftverschmutzung in der Elbmarsch verantwortlich zu machen, sei abenteuerlich. Rossmann: „Derartige Fensterreden bringen weder bessere Luft für die Marsch noch einen verbesserten Klimaschutz.“
Gerade der abgeschaltete Uraltmeiler in Stade und das AKW Brunsbüttel, das 2009 vom Netz gehen müsse, seien Paradebeispiele dafür, dass die Atomtechnologie eine Sackgasse sei. „Brunsbüttel mit seiner schier endlosen Liste an Störfallen hat die Menschen in der Region über lange Jahre immer wieder verunsichert. Dieses Kraftwerk ist mit Sicherheit keine Einrichtung die auch nur einen Tag länger laufen sollte, als der Ausstiegsvertrag vorsieht“, stellt Rossmann klar. Er gehe deshalb auch davon aus, dass der Antrag der Betreiber auf Laufzeitverlängerung weder auf dem Verwaltungs- noch auf dem Rechtswege erfolgreich sei.
„Entscheidend ist, weiter auf Energiesparen und den Ausbau erneuerbarer Energien zu setzen. Die hervorragende Resonanz des CO2-Gebäudesanierungsprogramms des Bundes zeigt, dass dieser Weg erfolgreich sein kann.“
Bauminister Tiefensee habe gerade darauf aufmerksam gemacht, dass Hausbesitzer und Mieter bis 2020 Heizkosten in Höhe von 40 Milliarden Euro einsparen könnten, wenn sie die Möglichkeiten der Gebäudesanierung ausnutzen würden. Rossmann: „Hier liegt ein ungeheures Potential. Im Übrigen haben wir im Strombereich auch bei Entwicklung und Einsatz regenerativer Energien noch lange nicht das Ende der Fahnenstange erreicht. In diese Richtung müssen wir weitergehen, wenn Deutschland die vereinbarten 20-Prozent-Ziele im Klimaschutz erreichen will.“






