Dr. Ernst Dieter Rossmann, MdB


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Dr. Ernst Dieter Rossmann MdB

15. März 2007

"Frauen verdienen mehr!"

Rossmann (SPD) und Gleichstellungsbeauftragte fordern Initiative für Lohngleichheit

„Lohngleichheit für Frauen und Männer bei gleicher Arbeit muss auch in Deutschland endlich Realität werden!“ In dieser Forderung sind sich die Kreis Pinneberger Gleichstellungsbeauftragten und der SPDBundestagsabgeordnete Dr. Ernst Dieter Rossmann einig.

„Wir dürfen uns nicht damit abfinden, dass unser Land 50 Jahre nach den Römischen Verträgen in der EU ganz am unteren Ende steht, wenn es um die Situation von Frauen auf dem Arbeitsmarkt geht“, betonte Rossmann im Rahmen eines Gesprächs mit den Gleichstellungsbeauftragten des Kreises und der Städte und Gemeinden im Umfeld des Internationalen Frauentags. „In Europa liegt das Lohnniveau von Frauen 15 Prozent unter dem der Männer. Das ist schlimm genug. In Deutschland beträgt der Unterschied 23 Prozent, übertroffen nur noch von Estland und der Slowakei. Das ist ein unhaltbarer Zustand!“ Hierin bestärkten auch die Referentinnen der Diskussionsveranstalter den Politiker: „In nahezu allen Berufszweigen besteht eine Lohndifferenz zwischen den Einkommen von Frauen und Männern. Und Ausbildungsberufe, die besonders häufig von Frauen gewählt werden, stehen bei Niedriglöhnen an der Spitze “, bestätigte etwa Katrin Behrmann vom Bundesvorstand der Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen (AsF). „Viele Frauen sind daher auf das Einkommen ihres Partners oder auf soziale Transferleistungen angewiesen.“

Das sah auch Referentin Perke Heldt vom DGB ähnlich, die in diesem Zusammenhang die Einführung von Mindestlöhnen forderte: „Mindestlohn trägt dazu bei, Armutslöhne von denen insbesondere Frauen betroffen sind, zu verhindern!“

Rossmann verwies auf entsprechende Initiativen der SPDBundestagsfraktion und hob auch die Bedeutung der flächendeckenden Versorgungsangebote für Kinderbetreuung hervor. Er berichtete, dass der Bundestag gerade einen gemeinsamen Antrag der Fraktionen von Union und SPD beschlossen habe, der die Chancengleichheit von Frauen und Männer zu einem Schwerpunkt der Arbeit der Bundesregierung zu machen und insbesondere die Gleichstellung auf dem Arbeitsmarkt voranzubringen.

„Die Erhöhung der Frauenerwerbsquote und das Hinarbeiten auf gleiche Entlohnung sind zentrale Forderung dieses Antrages“, so Rossmann. Darüber hinaus sei die Bundesregierung verpflichtet worden, sich für die Erhöhung der Quote von Frauen in Führungspositionen einzusetzen.

Einigkeit bestand in der Diskussionsrunde über die besondere Verantwortung der Bundesagentur für Arbeit. Rossmann: „Auch daran hat der Bundestag keinen Zweifel gelassen: Nicht zuletzt die regionalen Agenturen sind aufgefordert, Qualifizierungsmaßnahmen in stärkerem Maße auch Frauen anzubieten und ihre Vermittlungsleistungen auch denjenigen Arbeitslosen zur Verfügung zu stellen, die wegen ausreichenden Einkommens der Bedarfsgemeinschaft nicht im Leistungsbezug sind“.


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