Rossmann unterstützt Gesetzentwurf zur Behandlung von schwerstkranken Drogenabhängigen
Die Fortführung der bundesweiten Modellprojekte zur Heroinabgabe an schwerstabhängige Opiaterkrankte reicht nicht aus.
Darin sind sich nicht nur die Länder Hamburg und Hessen einig, sondern auch viele SPD-Bundestagsabgeordnete, unter ihnen auch der Kreis Pinneberger Dr. Ernst Dieter Rossmann. Nach den Ergebnissen einer Arzneimittelstudie sei die Diamorphinbehandlung für die Zielgruppe der Schwerstopiatabhängigen der herkömmlichen Ersatzmittelbehandlung deutlich überlegen. Eine solche Behandlung soll für eine klar begrenzte Gruppe Opiatabhängiger möglich werden, die zuvor ernsthafte Behandlungsversuche mit herkömmlichen Ersatzmitteln unternommen hat. Außerdem müssen strikte Regeln für die Durchführung der Behandlung eingehalten werden. Schwerstkranke Opiatabhängige können damit künftig verstärkt therapeutisch erreicht werden. Zugleich werden die negativen Folgen der Drogenabhängigkeit für die öffentliche Sicherheit und Ordnung abgemildert. Dafür soll Diamorphin als verschreibungsfähiges Betäubungsmittel eingestuft werden.
Rossmann: „Wir brauchen hier jetzt endlich eine Grundsatzentscheidung für die bessere Behandlung solcher Schwerstabhängigen, wie sie auch Kirchen, Ärzte und das Land Hamburg fordern. Diese Behandlung hat nicht nur einen Nutzen für die Betroffenen, sondern auch für die Allgemeinheit, denn die höheren Kosten werden durch Einsparungen an anderer Stelle wieder reingeholt: durch den Rückgang der Beschaffungskriminalität, durch niedrigere Krankheitskosten und durch eine höhere Resozialisierungsquote unter den Schwerstabhängigen.“
Der SPD-Politiker hofft jetzt, dass die Einsicht, wie sie auch CDU-Politiker aus Großstädten wie Hamburg, Frankfurt und Berlin gezeigt haben, die ganze CDU erfasst. Rossmann: „Solche schweren Drogenerkrankungen gibt es leider überall. Deshalb brauchen wir auch eine Regelung, die für alle gilt und überall gezielte Hilfe möglich macht.“






