Dr. Ernst Dieter Rossmann, MdB


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Dr. Ernst Dieter Rossmann MdB

24. Oktober 2007

Rossmann: WeGebAU-Mittel der BA für die Weiterbildung Geringqualifizierter und Älterer sollten von Betrieben mehr abgerufen werden

Mit großem Unverständnis reagiert der Kreis Pinneberger SPD-Bundestagsabgeordnete Dr. Ernst Dieter Rossmann auf die Tatsache, dass von 200 Millionen Euro, mit denen die Bundesagentur für Arbeit 2007 vor allem kleinen Betrieben bei der Weiterbildung geringqualifizierter und/oder älterer Mitarbeiter unter die Arme greift (WeGebAU), bis Ende September nur 17,5 Millionen abgerufen wurden.

Auch im Bezirk der Arbeitsagentur Elmshorn stehen 2007 für den WeGebAU 890.000 Euro zu Verfügung. Der Geschäftsführer Thomas Kenntemich rechnet mit einer Ausschöpfungsquote von 25% bis Ende des Jahres. Rossmann: „Bis jetzt wurden insgesamt 60 Teilnehmer von Betrieben vorwiegend aus den Bereichen Logistik, Lager, Verkehr, Metall und Alten- und Gesundheitspflege für den WeGebAU gemeldet.“ Finanzieren könnte die Agentur in Elmshorn aber 4 Mal so viel.

Für den Bildungsexperten Rossmann, der sich sehr im Bereich der Weiterbildung engagiert, ist diese Entwicklung sehr Besorgnis erregend. Rossmann: „Schon jetzt haben wir in Schleswig-Holstein Fachkräftemangel und brauchen unbedingt Arbeitskräfte mit einer vernünftigen Berufsausbildung und Qualifizierung. Wir haben schon seit langem mit Gesetzen in Berlin Hilfen für Betriebe zur Nachqualifizierung ihrer ungelernten oder älteren Arbeitnehmer beschlossen, aber das Geld bleibt liegen. Ich appelliere an die Betriebe im Kreis Pinneberg, diese Chance zu nutzen und mehr in Weiterbildung zu investieren, damit ihre Wirtschaftskraft in Zukunft nicht den Bach runter geht.“

Die Arbeitsagentur Elmshorn hat seit einiger Zeit einen Weiterbildungsberater, der Betriebe darüber informiert und für das Programm wirbt. Der WeGebAU fördert einmal die Weiterbildung geringqualifizierter Beschäftigter mit der Übernahme der Lehrgangskosten und mit einem Arbeitgeberzuschuss. Sogar ein fehlender Berufsabschluss kann dadurch nachgeholt werden. Ältere Beschäftigte ab 45, die in Betrieben mit bis zu 250 Beschäftigten arbeiten, können Zuschüsse bekommen, wenn sie ihre berufsbedingten Kenntnisse außerbetrieblich erweitern und dafür vom Arbeitgeber freigestellt werden.

Interessierte Betriebe können im Berliner Büro von Rossmann das Informationsfaltblatt zum WeGebAU anfordern oder direkt bei ihrer Arbeitsagentur nach dem Programm fragen. Rossmann: „Ich würde mich riesig freuen, wenn wir bis Ende des Jahres in unserer Region noch mal so viele Teilnehmer für das WeGebAUProgramm aktivieren könnten. Dafür werde ich in der nächsten Zeit gezielt bei Betrieben werben. Qualifizierte Mitarbeiter steigern schließlich die Wirtschaftskraft und Wettbewerbsfähigkeit unserer Region.“


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