Rossmann begrüßt Helgoländer mit Börtebooten in Berlin
Anlässlich der Schensky-Ausstellung auf dem Wasserweg gekommen


(Berlin) Ganz präsent zeigte sich Helgoland am 10.09.07 in Berlin. In der Landesvertretung wurde ganz feierlich die Ausstellung zur Wiederentdeckung des Fotografen Franz Schensky eröffnet und am Reichstagsufer - im Zentrum der Berliner Politik – legten Rolf Blädel und Klaus Köhn mit einem Helgoländer Börteboot an. Aus Anlass der Schensky-Präsentation in Berlin haben sich die beiden Helgoländer mit einem Börteboot am 5. September 2007 auf dem Wasserweg in die Hauptstadt aufgemacht. Von der Nordsee, über den Elbe-Seiten-Kanal, Mittellandkanal, Havel und Spree haben sie am Sonntag Nachmittag Berlin erreicht und am Reichstag angelegt. Am Montag waren sie selbstverständlich bei der Helgoland-Präsentation in der Landesvertretung anwesend. Mit ihrer Aktion wollten die beiden Abenteurer nicht nur in Berlin Werbung für die Insel machen, sondern auch auf ein aktuelles Problem Helgolands aufmerksam machen: Die EU-Richtlinie, die besondere Sicherheitsstandards für den Schiffsverkehr vorschreibt und Mitte 2008 greift. Da vier von sechs Schiffen, die Helgoland mit dem Festland verbinden, dieser EU-Richtlinie nicht entsprechen, könnte die Insel nächsten Sommer in erhebliche Schwierigkeiten geraten.
Der Kreis Pinneberger SPD-Bundestagsabgeordnete Dr. Ernst Dieter Rossmann hat selbstverständlich die beiden Helgoländer am Boot getroffen und begrüßt. Rossmann: „Eine tolle Idee, den Weg von Helgoland nach Berlin auf dem Wasser zurückzulegen und die traditionsreichen Börteboote hier in Berlin zu präsentieren. Dafür haben sich Rolf Blädel und Klaus Köhn wenigstens eine Flasche Brandenburger-Tor-Sekt verdient.“
Zur EU-Richtlinie und der Sicherheitsgarantie hat der Abgeordnete in den letzten Tagen zahlreiche Gespräche im Bundesverkehrsministerium geführt. Rossmann: „Wir lassen Helgoland nicht im Stich. Wir arbeiten auf Bundes- und Landesebene fieberhaft an einer zufriedenstellenden Lösung, insbesondere was eine Übergangslösung und konkrete Verpflichtungen angeht.“
Besonders freut sich der Abgeordnete über die Schensky-Ausstellung in der schleswig-holsteinischen Landesvertretung in Berlin. „Wir haben mit dem Museum Helgoland viel Kraft in die Realisierung dieses Projekts gesteckt“, so Rossmann. Anlässlich des 50. Todestag des Helgoländer Fotografen Franz Schensky, der zu den international bedeutenden Schwarz-Weiß-Fotografen des vergangenen Jahrhunderts gehört, hat das Museum Helgoland zu seinen Ehren eine Werkausstellung zusammengestellt. Gezeigt werden 80 großformatige Abzüge von – verschollen geglaubten - historischen Fotoplatten, die nach aufwändiger Restauration in einer außergewöhnlichen Retrospektive jetzt auch in Berlin präsentiert werden.
„Die Fotografien von Franz Schensky sind ein kostbarer Schatz Helgoländer Zeitgeschichte und vermitteln dem Betrachter einen Eindruck von der Besonderheit der einzigen deutschen Hochseeinsel. Ich freue mich, dass sie jetzt auch in Berlin zu sehen sind“, so Rossmann.
Zur Eröffnung der Ausstellung hat die SingAkademie Helgoland Ausschnitte aus einer Revue vorgetragen, die unter dem Titel „ Bilder eines Lebens – Der Photograph Franz Schensky“ die Lebensgeschichte des Meisterfotografen musikalisch verarbeitet hat. Präsentiert wurden in der Landesvertretung Schleswig-Holstein in Berlin auch einige typische Exponate der Insel: Modell eines Börtebootes, Hummerkisten, Trachten und Informationen zur Geschichte Helgolands sowie Informationen zum gerade eröffneten James-Krüss-Museum.
Foto 1:
Rossmann mit den Gästen aus Helgoland im Börteboot vor dem S-Bahnhof Friedrichstraße in Berlin. Er überreicht ihnen Brandenburger-Tor-Sekt und Bundestagstaschen mit Informationsmaterial.
Foto2:
Rossmann mit den Gästen aus Helgoland im Börteboot auf der Spree. Im Hintergrund der Reichstag und die Brücke zwischen den Bundestagshäusern Paul-Löbe-Haus und Marie-Elisabeth-Lüders-Haus.






