"Ausbildung statt Warteschleife!"
Rossmann (SPD) für Ausbau betrieblicher und überbetrieblicher Ausbildungsangebote
Trotz guter Rahmendaten beim Ausbildungsmarkt besteht nach Auffassung des Kreis Pinneberger SPD-Bundestagsabgeordneten Dr. Ernst Dieter Rossmann kein Grund zu übertriebener Euphorie. „Die wirklich guten Ergebnisse bei der Vermittlung der diesjährigen Bewerber, wie wir sie in unserer Region registrieren können, dürfen nicht darüber hinweg täuschen, dass immer noch zu viele junge Leute nach der Schule in sogenannten Warteschleifen landen.“Rossmann plädiert deshalb für abgestimmte Initiativen der verschiedenen politischen Ebenen. „Wer jetzt in die Warteschleife geht, steht mit großer Wahrscheinlichkeit nach Ablauf seiner Maßnahme wieder auf der Matte. Es ist deshalb wichtig, dass wir die Übergangslösungen allmählich abbauen. Sowohl auf Bundes- als auch auf Landesebene muss erstes Ziel sein, echte betriebliche oder überbetriebliche Ausbildungsplätze und entsprechende schulische Vollzeitangebote zu schaffen.“
Die Anfang Dezember von der Elmshorner Arbeitsagentur mit der Zwischenbilanz der Nachvermittlung veröffentlichten Zahlen zeigten, dass es bei allen Erfolgen auch in der Region noch nicht genug derartiger Ausbildungsstellen gebe. „Berufsvorbereitende Bildungsmaßnahmen (BvB) und Einstiegsqualifikationen sind leider immer noch für viele Jugendliche der Rettungsanker. Die Agentur für Arbeit hat im Herbst zusätzliche 826 Plätze in BvB bereitgestellt. Das Motto ‚Ausbildung statt Warteschleife’ bleibt also aktuell“, betont Rossmann.
In diesem Zusammenhang begrüßt Rossmann auch den von Bundesarbeitsminister Scholz vorgeschlagenen „Ausbildungsbonus“, über den Betriebe mit rund der Hälfte der Ausbildungsvergütung unterstützt werden sollen, die besonders schwer vermittelbare Jugendliche ausbilden. Rossmann: „Ziel dieses Konzepts ist, jungen Menschen eine Chance auf einen Ausbildungsplatz zu geben, die schon lange vergeblich suchen. Es gibt derzeit bundesweit rund 380000 Altbewerber. Die SPD rechnet damit, dass das Programm in den kommenden drei Jahren rund 90000 dieser nach Lehrstellen Suchenden in Ausbildung bringen kann.“ Nach Auffassung des Kreis Pinneberger Abgeordneten sollte diese Initiative aber durch Maßnahmen der Länder flankiert werden. „Wenn die Länder und vor allem auch die Betriebe mitziehen, ließe sich in diesem Bereich wirklich etwas bewegen. Das wäre für die Betroffenen, angesichts des bereits vielfach erkennbaren Facharbeitermangels aber auch für die Zukunft unserer Wirtschaft ein enormer Gewinn“, ist Rossmann überzeugt.







