Dr. Ernst Dieter Rossmann, MdB


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Dr. Ernst Dieter Rossmann MdB

06. August 2007

Unterstützung für Erdsiek-Rave

Gebührenfreies erstes Kindergartenjahr- Rossmann sieht Bund in der Verantwortung

„Die Große Koalition muss die Hindernisse dafür abbauen, dass alle Kinder Zugang zu möglichst früher individueller Förderung in Bezug auf Sprach-, Sozial und Lernkompetenz erhalten. Eine solche Hürde sind die zu zahlenden Beiträge für den Besuch des Kindergartens“, stellt der Kreis Pinneberger SPD-Bundestagsabgeordnete Dr. Ernst Dieter Rossmann fest. Die Beiträge seinen auch ein Grund dafür, dass trotz des Rechtsanspruches auf einen Kindergartenplatz und einer 100%igen Versorgungsquote jedes fünfte Kind den Kindergarten nicht besucht. Daher müsse es das Ziel der Politik der kommenden Jahre sein, die Bildungseinrichtung Kindergarten komplett kostenfrei zu stellen. Dies könne nicht in einem Schritt stattfinden, sondern müsse sukzessive passieren.

Rossmann: „Als erstes muss das erste Kindergartenjahr kostenfrei gestellt werden, um so einen Anreiz zu einer möglichst frühen Förderung zu schaffen.“ Dies sei auch dringend nötig: Während ca. 93 Prozent der Kinder das letzte Kindergartenjahr in Anspruch nehmen, tun dies nur ca. 58 Prozent der Kinder im ersten Kindergartenjahr. Laut Rossmann müsse die aktuelle Diskussion um die Kostenfreiheit des letzten Kindergartenjahres daher vom Kopf auf die Füße gestellt werden. „In einem ersten Schritt sollten die vorhandenen finanziellen Mittel so eingesetzt werden, dass das erste Kindergartenjahr kostenfrei wird und Kinder möglichst früh in einer Kindertageseinrichtung gefördert werden, statt die Mittel nur zur finanziellen Entlastung der Eltern zu nutzen, die ihre Kinder bereits in den Kindergarten schicken, indem das letzte Kindergartenjahr kostenfrei gestellt wird“, fordert Rossmann und begrüßt damit auch die jüngsten Forderungen der Schleswig-Holsteinischen Bildungsministerin Ute Erdsiek-Rave zu einem beitragsfreien ersten Kindergartenjahr. „Daraus muss jetzt auch eine gemeinsame Initiative für die Bund-Länder-Verhandlungen in Sachen Kinderbetreuung werden“, so Rossmann.

Nicht nur die Länder und Kommunen, sondern auch den Bund sieht Rossmann in der Verantwortung, um den Einstieg in diese notwendige Entwicklung zu schaffen und finanziell abzusichern. Rossmann: „Die Verabredungen zu einem solchen, noch zu verhandelnden „Pakt für Kinderbetreuung“ müssen in die laufenden Verhandlungen über die quantitativen Verbesserungen von frühkindlicher Betreuung integriert werden, damit parallel zur Einführung des Rechtsanspruches auf einen Krippenplatz Jahr 2013 auch die Kostenfreiheit für den Kindergarten realisiert werden kann.“

Laut Rossmann müsse eine solche mittel- und langfristige Vereinbarung auch Raum haben für die Länder, die dies aus eigener Kraft bereits realisieren und weitere Schritte zur völligen Beitragsfreiheit gehen möchten.


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