Atomausstieg: Austermann soll Querschüsse aufgeben
Rossmann fordert Energiekonzerne auf, in regenerative Energien und Energieeffizienz zu investieren
Schleswig-Holsteins Wirtschaftsminister Austermann (CDU) soll seinen Widerstand gegen den Atomausstieg endlich aufgeben. Das hat jetzt der Kreis Pinneberger SPD-Bundestagsabgeordnete Dr. Ernst Dieter Rossmann gefordert. „Nur drei Tage nach Austermanns letzter Forderung nach Laufzeitverlängerung für alte Atommeiler sind die AKWs in Brunsbüttel und Krümmel am Donnerstag zum x-ten mal wegen Pannen vom Netz gegangen und haben damit wieder einmal bewiesen, dass Atomkraft keine Perspektive hat. Eine unsanftere Landung kann man sich schwerlich vorstellen!“
Der Wirtschaftsminister müsse endlich erkennen, dass der Umgang mit der Risikotechnologie eine zu ernsthafte Sache sei, um damit politische Spielchen zu betreiben, die immer nur zum Ziel haben, die alten Reaktoren über die nächste Bundestagswahl zu retten. Rossmann: „Austermann macht damit einen Fehler, der für Schleswig-Holstein böse Folgen haben kann. Wer den Stromkonzernen ein ums andere Mal signalisiert, dass sich das Spekulieren auf einen Regierungswechsel besser bezahlt machen könnte als das Investieren in regenerative Technologien, ist mitschuldig, wenn das Land in diesem innovativen Bereich seinen Vorsprung verliert und Zukunftschancen vertan werden.“
Ein Ausstieg vom Ausstieg sei mit der SPD nicht zu machen. Bundesumweltminister Gabriel werde sich dem Ansinnen der Energiemultis auf Laufzeitverlängerung für alte AKWs auch künftig entgegenstellen und habe dabei seine Partei geschlossen hinter sich. Diese Realität anzuerkennen, könne sinnvoll sein, wenn der CDU-Politiker seinen Job als Wirtschaftsminister des Landes verantwortungsvoll versehen wolle. „Die Zukunft ohne Atomkraft ist seine Arbeitsgrundlage. Wenn er jetzt in seinem Ministerium aufwendige Szenarien für eine verlängerte Atomzeit erarbeiten lässt, wirft er letztlich nur Steuergelder zum Fenster heraus“, stellt Rossmann klar.






