Rossmann (SPD) ist Vorsitzender des Deutschen Volkshochschulverbandes
Kreis Pinneberger Abgeordneter jetzt Doppelspitze mit Süssmuth
Beinahe einstimmig ist der Kreis Pinneberger SPDBundestagsabgeordnete und Bildungsexperte in der vergangenen Woche von den Delegierten der 16 Landesverbände des Deutschen Volkshochschulverbandes (DVV) zum Vorsitzenden der Organisation gewählt worden.
Der Politiker tritt damit die Nachfolge von Ernst Küchler an, der zum Oberbürgermeister von Leverkusen gewählt worden war und nach seinem Bundestagsmandat jetzt auch das Ehrenamt beim DVV aufgegeben hatte. Gemeinsam mit der als Präsidentin des Verbandes bestätigten ehemaligen Bundestagspräsidentin Prof. Dr. Rita Süssmuth (CDU) bildet Rossmann damit jetzt die traditionelle Doppelspitze des DVV. Den Vorstand komplettieren die Dezernentin der Stadt Kassel für Jugend, Schule, Gesundheit und Frauen, Anne Janz, die Volkshochschulleiter Prof. Dr. Klaus Meisel aus München und Dr. Dagmar Engels aus Ulm sowie der Betriebsleiter der Volkshochschule Muldenau, Thomas Friedrich und Klaus Hebborn als Dezernent für Bildung, Kultur und Sport beim Deutschen Städtetag.
Der DVV ist Dachorganisation von rund Tausend Volkshochschulen in ganz Deutschland und unter anderem Hauptgesellschafter des Adolf-Grimme-Instituts, das den renommierten gleichnamigen Preis vergibt. Die Organisation ist die politische Interessenvertretung der Volkshochschulen und ihrer Landesverbände auf Bundes- und europäischer Ebene und unterhält neben ihrem Hauptsitz in Bonn auch eine Hauptstadtrepräsentation in Berlin. Insgesamt beschäftigt der DVV bei einem Jahresumsatz von 15 Millionen Euro rund 150 Mitarbeiter, darunter 20 in der Zentrale. Als alleiniger Gesellschafter betreibt der DVV die WBT Weiterbildungs-Testsysteme GmbH, die Prüfungszentrale für die Europäischen Sprachenzertifikate ist.
Nach Rossmanns Auffassung wird sich der Verband künftig noch intensiver im Bereich „Volkshochschule international“ und den Arbeitsfeldern Alphabetisierung und Nachhaltigkeit engagieren. Rossmann: „Schon bisher war der DVV als ‚Denkfabrik’ für Strategien und Entwicklungen der Erwachsenenbildung und durch die Vernetzung von Ressourcen wichtiger Berater der Politik. Ich freue mich künftig auch an dieser Schnittstelle aktiv sein zu dürfen!“
Auf dem Verbandstag in Leverkusen konnte sich der SPD-Bildungsexperte über allgemeine Zustimmung zu seiner Initiative freuen, der Weiterbildung auf kommunaler, Länder- und Bundesebene mehr Bedeutung einzuräumen. Mit großem Applaus bedachten die Teilnehmer die Forderung Rossmanns, die Weiterbildung zur vierten Säule des Bildungssystems fortzuentwickeln und dabei den Volkshochschulen besondere Beachtung zu schenken.






