Dr. Ernst Dieter Rossmann, MdB


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Dr. Ernst Dieter Rossmann MdB

25. Juni 2008

Rossmann: SPD-Fraktion beschließt Meister-BAföG Novelle

SPD-Fraktion hat für umfangreiche Verbesserungen beim Meister-BAföG grünes Licht gegeben

(Berlin) Sozialer Aufstieg durch gute Bildung – das ist Herzstück sozialdemokratischer Politik. Deshalb freut sich der Kreis Pinneberger SPD-Bundestagsabge-ordnete und Bildungsexperte Dr. Ernst Dieter Rossmann, dass die SPD-Fraktion am Dienstag grünes Licht gegeben hat für umfangreiche Verbesserungen beim Meister-BAföG. Rossmann: „Bundesfinanzminister Peer Steinbrück stellt im Haushalt 2009 zusätzliche Mittel dafür zur Verfügung. Weiterbildung und Qualifizierung gewinnen immer mehr an Bedeutung. Deshalb machen wir jetzt Nägel mit Köpfen.“
Die Sozialdemokraten sind davon überzeugt, dass das Meister-BAföG (Aufstiegsfortbildungsförderungsgesetz) attraktiver gestaltet werden muss. Auch in Schleswig-Holstein ist die Anzahl der Meister-Prüfungen zurückgegangen. Legten im Jahr 2000 noch 630 Gesellen ihre Prüfung ab, waren es 2006 nur noch 516. Rossmann: „Zu Zeiten des Wirtschaftswachstums und des großen Fachkräftebedarfs können wir uns das nicht leisten, dass sich immer weniger Menschen weiterbilden. Vor allem für Berufstätige mit Familie müssen wir mehr Anreize schaffen, sich fortzubilden.“
Die Reform sieht eine Ausweitung der förderfähigen Fortbildungen und Berufsgruppen auf Altenpflegeberufe und Erzieher und Erzieherinnen sowie Erleichterungen für Migranten vor. Außerdem sind die Schließung einer finanziellen Förderlücke in der Prüfungsphase und die Erhöhung von Zuschussanteilen, wenn die Aufstiegs-fortbildung erfolgreich abgeschlossen wurde, vorgesehen. Auch für die dauerhafte Einstellung von Beschäftigten oder Auszubildenden bei einer Existenzgründung nach dem „Meister“ soll es Darlehenserlasse geben.
Besonders wichtig ist der SPD, dass der Zuschuss für den Unterhalt der Geförderten von 44% auf 50% erhöht wird und der Kinderzuschlag demnächst nicht mehr als Volldarlehen, sondern zur Hälfte als Zuschuss gezahlt wird. Rossmann: „Für viele Arbeitnehmer mit Familie war das Meister-BAföG als Vollzeitförderung vollkom-men unattraktiv. Nach der Fortbildung musste ein Familienvater mit zwei Kindern mit bis zu 30.000 € Darlehensschulden rechnen. Da ist es kein Wunder, dass wir nur ganz wenig Geförderte mit Familie und Kindern haben.“
50% mehr Geförderte wünscht sich Rossmann durch diese Maßnahmen. Bei 4.713 Geförderten in Schles-wig-Holstein wären das über 2.000 Aufstiegswillige mehr, die davon profitieren würden.


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