Zwei "Public-Viewing"-Fans aus den USA
Austauschschüler trafen ihren "Paten" Ernst Dieter Rossmann
Ein Jahr lang waren sie als jugendliche Botschafter der USA in Deutschland – in der kommenden Woche geht es für Hannah Kohr und Adam Hickcox wieder zurück in die Heimat. Und es sieht ganz danach aus, dass die beiden „Patenkinder“ des SPD-Bundestagsabgeordneten Dr. Ernst Dieter Rossmann ihre Botschafterrolle dann auch in die andere Richtung erfüllen werden.Zu den Dingen, mit denen sie zuhause unbedingt missionieren gehen wollen, gehören die gute Gesundheitsversorgung, der gut ausgebaute ÖPNV und, daran ließen beide beim Treffen mit dem Politiker keinen Zweifel, „an allerallererster Stelle das ‚Public Viewing’!“
Und noch etwas hat die beiden Jugendlichen sehr beeindruckt. „Wir haben den deutschen Lebensstil richtig schätzen gelernt“, betont Hannah beim gemeinsamen Bilanzziehen im Gespräch mit Rossmann: „Ich hatte hier viele Freiheiten, die ich zuhause in Cleveland nicht habe!“ Schwierig sei bei ihrer Schenefelder Familie eigentlich nur der Übergang vom Status als Gast zum richtigen Familienmitglied gewesen.
Wie Hannah hat auch Adam Hickcox im zu Ende gehenden Schuljahr das Halstenbeker Wolfgang-Borchert-Gymnasium besucht. „Glücklicher Weise bekommen wir dort keine Noten. Schließlich konnten wir zu Anfang überhaupt kein Deutsch“, erklärt er.
Mittlerweile ist davon allerdings nichts mehr zu merken. Beinahe eloquent berichtet der 17-Jährige Bostoner dem Bundestagsabgeordneten, dass er der Erste an seiner heimatlichen Schule war, der unbedingt einen Austausch nach Europa und explizit nach Deutschland machen wollte: „Meine Lehrer wussten über Programme und Stipendien überhaupt nichts!“ Völlig eigenständig habe er daraufhin die Informationen über das Parlamentarische Patenschaftsprogramm zwischen US-Kongress und Bundestag recherchiert, das jedes Jahr 350 amerikanischen und derselben Zahl deutscher Jugendlicher die Möglichkeit gibt, für ein Jahr mit einem Vollstipendium ins Partnerland zu gehen.
Die letzten fünf Monate, berichten Hannah und Adam, seien wie im Flug vergangen. Inzwischen mischt sich in die Vorfreude auf das Wiedersehen mit der Heimat auch bereits erste Wehmut: „Unsere Gastfamilien und unsere Freunde werden wir vermissen“, erklären sie übereinstimmend. Aber eins ist klar: Sie kommen wieder nach Deutschland. Auf jeden Fall.






