Dr. Ernst Dieter Rossmann, MdB


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Dr. Ernst Dieter Rossmann MdB

30. Juli 2008

"Pflegeberatung lohnt sich!"

SPD-Abgeordnete würdigen Arbeit der Pinneberger Einrichtung

Der wachsende Bedarf an Pflege- und Demenzberatung macht auch vor dem Kreis Pinneberg nicht halt. Rund 7000 Betroffene mit den verschiedensten Erscheinungsformen gibt es im Kreis, wie der SPD-Bundestagsabgeordnete Dr. Ernst Dieter Rossmann, seine Landtagskollegin Siegrid Tenor-Alschausky, die auch Vorsitzende des Kieler Sozialausschusses ist und der stellvertretende Vorsitzende der SPD-Kreistagsfraktion und Vorsitzende des Kreissozialausschusses, Hans-Peter Stahl, jetzt bei einem Besuch der von der Alzheimergesellschaft betriebenen Beratungsstelle für Pflege und Demenz erfuhren.
Insbesondere die Hausbesuche der Pflegeberater haben deshalb in der jüngsten Vergangenheit fast boomartig zugenommen, wie Einrichtungsleiterin Rita Rohwedder, ihre Mitarbeiterin Anne Schmidt und Dirk-Uwe Schmidt von der Alzheimergesellschaft darlegten. Gab es im Jahr 2006 noch 132 Vor-Ort-Visiten, so stieg die Zahl im vergangenen Jahr bereits auf 172. „In diesem Jahr haben wir den Stand von 2006 schon Ende Juli erreicht“, berichtete Rohwedder.
Meist seien es Angehörige, die sich an die Beratung wendeten und um Informationen über Krankheitsbilder, Versorgungsmöglichkeiten oder rechtliche Rahmenbedingungen nachsuchten. Ziel der Einrichtung sei es, den häufig drohenden Umzug der Betroffenen in ein Heim zu vermeiden oder wenigstens hinauszuzögern. „Das Verbleiben in der gewohnten Umgebung ist für viele Betroffene persönliches Anliegen und Ziel. Wenn hier auch nur wenige Monate gewonnen werden können ist das ein großer Erfolg“, zeigte sich auch Rossmann von der Zielsetzung überzeugt. Darüber hinaus rechnet sich die Arbeit der Einrichtung auch gerade deshalb: „Die durch unsere fachliche Information an die Ämter erreichten Kosteneinsparungen und die Heimvermeidungen sind für den Kreis die Möglichkeit einer Refinanzierung unseres Haushaltes“, berichteten Rohwedder und Schmidt, dessen Organisation die Beratungsstelle durch Zuschüsse unterstützt.
Rossmann verwies im Gespräch auch auf die jüngst mit der Pflegereform in Berlin beschlossene Einführung von Pflegestützpunkten. „In Schleswig-Holstein ist zunächst die Eröffnung eines Pilot-Projektes in Flensburg geplant. Ich denke aber, wir können mit Recht sagen, dass die Pflegestützpunkte mit Einrichtungen wie der Kreis Pinneberger Beratungsstelle bereits jetzt hervorragend arbeitende Vorläufer haben.“
Schließlich brachen die Politiker noch eine Lanze für die zahlreichen im Umfeld der Beratungsstelle aktiven Ehrenamtler. „Meist sind es Angehörige von Betroffenen, die sich engagieren“, wusste auch Hans-Peter Stahl von der SPD-Kreistagsfraktion. „Ohne sie und die vielen weiteren in diesem Bereich auf freiwilliger Basis engagierten Menschen würde letztlich überhaupt nichts laufen!“
Die Beratungsstelle für Pflege und Demenz hält ständigen Kontakt mit einer großen Zahl ehrenamtlich Tätiger im gesamten Kreis und betrachtet diese Arbeit als ein Standbein ihrer Aktivitäten. Zukünftig soll die Zentrale in Pinneberg außerdem Zuwachs durch Außenstellen in Tornesch, Uetersen, Quickborn und Elmshorn erhalten. Als Ergänzung ist außerdem ein „mobiler Satellit“ in Planung, mit dem auch Betroffene und ihre Angehörigen in den kleineren Orten des Kreises ohne aufwändige Wege in den Genuss der Beratung kämen. Eine Idee, die auch die Politiker begrüßten: „Pflegeberatung lohnt sich für die Betroffenen, das hat die Beratungsstelle seit 2005 eindrucksvoll bewiesen“, befanden Rossmann, Tenor-Alschausky und Stahl. „Je mehr Menschen dieses Angebot erreicht, desto besser!“

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