Bundesregierung vergibt Aufstiegsstipendien für Berufstätige
Rossmann (SPD) ermutigt zur Bewerbung!
(Berlin) Im Rahmen der Qualifizierungsinitiative zur Sicherung des Fachkräftebedarfs in Deutschland startet die Bundesregierung jetzt das Programm „Aufstiegsstipendien“, mit dem bis Ende 2009 tausend Studienstipendien für beruflich Begabte vergeben werden. So kann z.B. der Anlagemechaniker Ingenieur für Maschinenbau werden, die Steuerfachangestellte zur Betriebswirtin oder der Tischler zum Ingenieur für Holztechnik ausgebildet werden.
Der Kreis Pinneberger SPD-Bundestagsabgeordnete und Bildungsexperte Dr. Ernst Dieter Rossmann sieht diese Maßnahme als ersten Schritt in der Verbesserung der Durchlässigkeit zwischen beruflicher und akademischer Ausbildung und zum Ausbau des Akademikernachwuchses.
Antragsberechtigt sind Frauen und Männer mit Berufserfahrung von mindestens zwei Jahren, einer Hochschulzugangsberechtigung durch fachliche Begabung oder einer beruflichen Fortbildung (z.B. den Meisterabschluss) sowie mit einer Berufsabschlussnote von 1,9 bzw. 87 Punkten und besser. Der Sieg in einem bundesweiten beruflichen Leistungswettbewerb oder ein begründeter Vorschlag des Arbeitgebers erhöhen die Chancen auf ein Stipendium.
Die Stipendiatinnen und Stipendiaten bekommen einkommensunabhängig bei einem Vollzeitstudium monatlich 650.- Euro plus 80.- Euro Büchergeld. Zusätzlich wird eine Betreuungspauschale von 113.- Euro für Kinder gewährt, die das zehnte Lebensjahr noch nicht vollendet haben (85.- Euro für jedes weitere Kind). Bei einem berufsbegleitendem Studiengang erhalten die Stipendiaten jährlich 1.700.- Euro für die Kosten, die durch das Studium entstehen.
Interessenten können sich ab sofort bei der Stiftung Begabtenförderungswerk berufliche Bildung gGmbH (SBB) um ein Stipendium bewerben. Die Frist für die Online-Bewerbung läuft am 30.09.08 ab. Weitere Information sind im Internet unter www.aufstieg-durch-bildung.info zu finden.
Rossmann: „Ich würde mich freuen, wenn sich möglichst viele beruflich Begabte aus dem Kreis Pinneberg um ein solches Stipendium bewerben. Auch in Schleswig-Holstein brauchen immer mehr gut ausgebildete Kräfte und sollten deshalb das Potential an guten Leuten stärker fördern.“
Rossmann betont, dass die Aufstiegsstipendien für die SPD nur ein Anfang sein können. Rossmann: „Wir müssen die Hochschulzulassung für Berufstätige erleichtern und vor allem entbürokratisieren und vereinheitlichen. Hier sind die Länder gefordert. Außerdem brauchen wir mehr Rechtsansprüche auf die Förderung des beruflichen Aufstiegs. Durch die geplanten Verbesserungen beim „Meister-BAföG“, die Dank der SPD 2009 kommen werden, wollen wir den Aufstieg Berufstätiger stärker fördern. Um den akademischen Aufstieg Berufstätiger genau so stark zu fördern, bräuchte man viel mehr Aufstiegsstipendien. Dafür wird sich die SPD einsetzen. Langfristiges Ziel muss ein Rechtsanspruch auf eine Förderung des Fortbildungsstudiums im Rahmen des Meister-BAföG sein.“






