Dr. Ernst Dieter Rossmann, MdB


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Dr. Ernst Dieter Rossmann MdB

14. August 2008

Kommt die Express-S-Bahn?

Rossmann (SPD) schreibt an Minister Marnette

Wie realistisch ist das Projekt einer neuen S-Bahn-Trasse zwischen Pinneberg und Elmshorn tatsächlich? Über diese Frage hat der Kreis Pinneberger SPD-Bundestagsbgeordnete Dr. Ernst Dieter Rossmann den neuen Kieler Verkehrsminister Dr. Werner Marnette um Auskunft ersucht. Im Rahmen eines Schreibens, mit dem er Marnette zur Amtsübernahme gratuliert, thematisiert der Politiker auch verschiedene für den Kreis Pinneberg relevante Projekte des Verkehrsressorts, wie das Drei-Achsen-Konzept für das Hamburger Umland von Marnettes Vorgänger Austermann und den sechsspurigen Ausbau der A7 zwischen Quickborn und der Hamburger Landesgrenze. „Nach Austermanns Ankündigungen soll die neue S-Bahn-Strecke mit Stationen in Elmshorn Süd, Tornesch und Pinneberg Nord bis 2015 realisiert sein. Mich interessiert nun, in welchem Umfang und mit welchem Tempo Marnette die Planungen weiterverfolgt“, erklärt Rossmann und verweist darauf, dass es bereits bei der Vorstellung des Konzeptes auch offene Fragen bezüglich der Finanzierung gegeben habe. Er sei sich mit den SPD-Landtagsabgeordneten Siegrid Tenor-Alschausky, die die Region Elmshorn-Tornesch vertritt und Bernd Schröder, der für Pinneberg im Landtag sitzt und auch verkehrspolitischer Sprecher seiner Fraktion ist, darüber einig, dass Planungen für das lange geforderte dritte Gleis zwischen Elmshorn und der Kreisstadt nur zu begrüßen seien. Rossmann: „Allerdings müssen sie erstens realistisch sein und zweitens ein echtes zusätzliches Angebot, das nicht zum Vorwand genommen wird, die Regionalbahnstrecke zu Gunsten des Güterverkehrs auszudünnen. Ich hoffe deshalb, dass Herr Minister Marnette ein halbes Jahr nach der Veröffentlichung der Planungen durch seinen Vorgänger hier für Konkretisierung sorgen kann.“ Als zweiten verkehrspolitischen Bereich thematisiert Rossmann in seinem Brief den Lärmschutz an der Autobahn A 7. „Nach Auffassung der Kommunalpolitik der betroffenen Region Hasloh/Bönningstedt, die bereits gegenwärtig durch den Fluglärm des nahen Airports Fuhlsbüttel stark belastet ist, ist durch den Ausbau mit höherem Verkehrsaufkommen und dadurch steigende Lärmbelastung zu rechnen“, schreibt Rossmann an den Minister. Bedauerlicherweise habe Marnettes Amtsvorgänger Austermann zudem die Befürchtungen der Anwohnergemeinden, mit der Sechsspurigkeit könne die bestehende lärmreduzierende Geschwindigkeitsbegrenzung fallen, erst kürzlich bestätigt. Austermann habe ein echtes Interesse an der Lösung des Lärmproblems in der Region leider nicht erkennen lassen. „Für die Betroffenen ist dies auch deshalb unverständlich, weil Herr Austermann erst kurz vorher im Bereich Horst/Holstein mit dem Versprechen um Akzeptanz für die A 20 geworben hat, auf der dortigen Strecke mit Flüsterasphalt, Wällen oder anderen Maßnahmen für Schallschutz zu sorgen“, schreibt Rossmann an Marnette und regt ein Umdenken an: „Ich würde es sehr begrüßen, wenn in Ihrer Ägide in dieser Sache eine Neuorientierung der Politik Ihres Hauses erfolgen könnte.“

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