"Mehdorn soll Bedienzuschlag zurücknehmen!"
Rossmann (SPD) kritisiert Bahnchef
„Der Bedienzuschlag für Bahntickets ist kontraproduktiv und ein absolut falsches Signal!“ Dieser Meinung ist der Kreis Pinneberger SPD-Bundestagsabgeordnete Dr. Ernst Dieter Rossmann.In einem Schreiben hat der Politiker jetzt Bahnchef Mehdorn aufgefordert, die Entscheidung für die Extra-Gebühr für Schalter-Nutzer zu revidieren. „Ich habe die Bahn AG als Anbieter eines umweltfreundlichen Verkehrsmittels, der tagtäglich Millionen von Personentransporten zuverlässig abwickelt, stets unterstützt und ich schätze die gute Arbeit, die von vielen Bahnmitarbeitern geleistet wird“, schreibt Rossmann an Mehdorn. „Aber diese Maßnahme ist kundenfeindlich und aus meiner Sicht nicht vertretbar.“
Rossmann hebt hervor, dass er nichts dagegen habe, die stärkere Nutzung der Automaten zu fördern. „Aber Bahnkunden für die Nutzung von Schaltern zu bestrafen, kann doch nicht die Lösung sein! Viele Reisende nehmen bereits heute teils erhebliche Wartezeiten für die Nutzung der Dienstleistung am Schalter in Kauf. Für Neukunden, für technisch wenig bewanderte Bahnreisende, für Sehbehinderte oder für ausländische Gäste ohne ausreichende Sprachkenntnis wirkt der Bedienzuschlag wie eine Strafe!“
Andere Dienstleister zeigten, dass es auch anders geht. So müsse man weder bei Banken noch bei der Post einen Schalterzuschlag entrichten. Dennoch seien Geld- und Briefmarkenautomaten sowie Onlinedienstleistungen in diesen Bereichen weit verbreitet. „Die DB AG ist deshalb gut beraten, statt Bedienzuschlägen nach anderen Lösungen zu suchen“, findet Rossmann.






