"Ausbildungsbonus sollte vor allem von kleinen Betrieben gut genutzt werden!"
Rossmann ruft Betriebe im Handwerk und im Dienstleistungssektor auf
Der Kreis Pinneberger SPD-Bundestagsabgeordnete Dr. Ernst Dieter Rossmann ruft vor allem kleine Betriebe im Handwerk und im Dienstleistungssektor auf, den Ausbildungsbonus kräftig zu nutzen. Rossmann: „Das Handwerk klagt über zu wenig Ausbildungsbewerber und will welche aus dem Ausland importieren. Dabei haben wir über 300.000 junge Leute, die sich schon länger als ein Jahr vergeblich um eine Ausbildung bewerben. Mit dem Ausbildungsbonus sollen die beiden Interessengruppen zusammengebracht werden.“
Mit dem Ausbildungsbonus von 4.000 bis 6.000 Euro an die Arbeitgeber will Bundesarbeitsminister Olaf Scholz bis zum Jahr 2010 ca. 100.000 benachteiligte Jugendliche als so genannte „Altbewerber“ aus der Warteschleife holen und in eine Berufsausbildung bringen. Dafür stellt die Bundesagentur für Arbeit 450 Millionen Euro zur Verfügung. Der Bonus – einschließlich sozialpädagogischer Begleitung - wird nur gezahlt, wenn es sich um eine zusätzliche Lehrstelle und um lernbeeinträchtigte oder sozial benachteiligte Jugendliche handelt, die höchstens einen mittleren Schulabschluss mit ausreichenden Noten in Deutsch und Mathe vorweisen können und sich schon im Vorjahr oder früher um eine Lehrstelle beworben haben. Jugendliche bis zu einem Hauptschulabschluss haben hierauf einen Anspruch, bei Jugendlichen mit einem Realschulabschluss ist es eine Ermessensleistung. Rossmann: „Hierauf haben die Wirtschaftsverbände gedrungen. Im Gegenzug dürfen wir erwarten, dass sie sich jetzt auch ordentlich für die Altbewerber ins Zeug legen.“
50% der Bonus werden nach Ablauf der Probezeit, weitere 50% bei Anmeldung des Auszubildenden zur Abschlussprüfung an den Betrieb gezahlt. Hat der Auszubildende beim selben Arbeitgeber eine geförderte betriebliche Einstiegsqualifizierung durchlaufen, ist die erbrachte Leistung auf den Ausbildungsbonus anzurechnen. Gefördert werden unter Umständen auch Jugendliche, die aufgrund einer Insolvenz ihren Ausbildungsplatz verloren haben.
Rossmann: „Ich möchte dafür werben, dass der Ausbildungsbonus im Kreis Pinneberg vor allem vom Handwerk kräftig genutzt wird. Wir dürfen benachteiligte Jugendliche nicht zurücklassen. Ich appelliere hierbei auf die Fürsorgepflicht der Betriebe. Der Staat erfüllt mit dem Ausbildungsbonus seinen Teil. Jetzt sind die Betriebe dran!“






