Dr. Ernst Dieter Rossmann, MdB


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Dr. Ernst Dieter Rossmann MdB

07. Oktober 2008

A7-Ausbau: Rossmann setzt sich für Lärmschutz ein!

Marnette stellt Verbesserungen in Aussicht

„Die Zeichen für Lärmschutzmaßnahmen auf hohem Niveau im Rahmen der sechsspurigen Erweiterung der A 7 im Pinneberger Kreisgebiet stehen sehr gut!“ Diesen Schluss zieht der Kreis Pinneberger SPD-Bundestagsabgeordnete Dr. Ernst Dieter Rossmann aus einem Schreiben von Schleswig-Holsteins Verkehrsminister Dr. Werner Marnette.
„Geplant ist offenbar, insbesondere im Bereich Quickborn nördlich des Rastplatzes Holmmoor Lärmschutzwälle und –wände zu errichten und in Teilbereichen auch Lärm mindernde Straßenbeläge wie den bewährten offenporigen Asphalt einzusetzen“, berichtet Rossmann, der Marnette mit der Aufforderung angeschrieben hatte, die Interessen der Gemeinden an der Trasse zwischen Quickborn und der Hamburger Landesgrenze in angemessener Weise zu berücksichtigen.
Dabei hatte Rossmann auch darauf hingewiesen, dass die Region Hasloh/Bönningstedt/Quickborn durch den Flugverkehr des Fuhlsbütteler Flughafens ohnedies schon unter eine besondere Lärmbelastung leidet. Rossmann: „Aus Gesprächen mit Kommunalpolitikern und Einwohnern der betroffenen Kommunen weiß ich, dass der Autobahnausbau in diesem Zusammenhang vielfach Anlass zur Sorge ist. Die Ankündigungen Marnettes sind deshalb für die Betroffenen ein gutes Signal!“
In der Logik des Konzeptes wäre nach Rossmanns Auffassung allerdings, die für den nördlichen Bereich zugesagten Maßnahmen auch für die anderen Gemeinden zu realisieren. „Was für Quickborn konkret in Aussicht gestellt worden ist, muss auch für Hasloh und Bönningstedt in Angriff genommen werden!“, fordert der Abgeordnete.
Das formale Verfahren sieht Minister Marnette zufolge die Überprüfung der Einhaltung der Lärmvorsorgewerte gemäß der 16. Bundesimmissionsschutzverordnung im Rahmen einer lärmtechnischen Berechnung vor. „Diese Grenzwerte liegen wesentlich niedriger als diejenigen, die zurzeit auf der A7 einzuhalten sind“, führt Marnette in seinem Schreiben an Rossmann aus. Beim jetzt anstehenden Autobahnausbau werde der für das Jahr 2025 prognostizierte Verkehr zugrunde gelegt, der einer aktuellen Verkehrsuntersuchung zufolge für den Bereich zwischen Quickborn und der Landesgrenze bei 100.000 Fahrzeugen pro Tag liegen wird.
Nicht mehr vorgesehen ist nach Angaben Marnettes eine Geschwindigkeitsbegrenzung für den Ausbauabschnitt zwischen Quickborn und der Landesgrenze, wie sie unter anderem Haslohs Bürgermeister Bernhard Brummund gefordert hatte. Mit dem Ausbau der Trasse werde die problematische Verkehrssituation entschärft, die die rechtliche Grundlage für das derzeit bestehende Limit sei.
Für Rossmann ist dieser Verzicht bedauerlich. „Die Geschwindigkeitsbegrenzung macht den Verkehr nicht nur leiser und sicherer, sondern wäre auch aus Klimaschutzgesichtspunkten sinnvoll. Allerdings ist das Limit auch in die Berechnung der Lärmlast nicht einberechnet worden, so dass in dieser Hinsicht für die Anlieger kein Nachteil zu erwarten ist“, betont der Abgeordnete. Für die Zeit nach Abschluss der Ausbauarbeiten fordert der Politiker gleichwohl, über Geschwindigkeitsbeeinflussungsanlagen verkehrsabhängige Tempolimits zu schalten. „Das wäre sowohl im Sinne der Autobahnnutzer als auch im Interesse der Anwohner“, ist Rossmann überzeugt.
Für den sechsspurigen Ausbau der A7 läuft derzeit die Prüfung des Bauentwurfes für den Abschnitt Quickborn – Landesgrenze.  Nach Marnettes Planung soll das Planfeststellungsverfahren noch 2008 eingeleitet werden.

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