Rossmann: Bahn soll Lärmdaten offenlegen!
SPD-Politiker fordert konkreten Zeitplan für den Lärmschutz zwischen Halstenbek und Horst
„Der Lärmschutz an der Bahnstrecke Halstenbek-Horst darf nicht auf die lange Bank geraten!“ Das fordert der Kreis Pinneberger SPD-Bundestagsabgeordnete Dr. Ernst Dieter Rossmann. „Gerade im Kreis Pinneberg sind besonders viele Siedlungsgebiete, wie z.B. Tornesch und Elmshorn durch Bahnlärm beeinträchtigt. Deshalb muss die Bahn endlich die Ergebnisse ihrer lärmtechnischen Untersuchungen an der Trasse öffentlich machen und einen verbindlichen Zeitplan für die in Aussicht gestellten Maßnahmen vorlegen“.Die lärmtechnischen Untersuchungen der Bahn seien längst abgeschlossen und auch bereits Gespräche mit den betroffenen Gemeinden geführt worden. „Jetzt kommt es darauf an, Nägel mit Köpfen zu machen“, verlangt der Politiker. „Die Karten müssen auf den Tisch, damit die Öffentlichkeit sich nicht mehr alleine an den nicht speziell auf die Bahn ausgerichteten Lärmgutachten der Gemeinden orientieren muss.“
Bundesverkehrsminister Tiefensee (SPD) stelle jährlich insgesamt 100 Millionen Euro für ein Bahnlärmschutz-Programm bereit und schaffe damit die Voraussetzungen um an besonders belasteten Strecken wie der Trasse durch den Kreis Pinneberg Lärm reduzierende Maßnahmen durchzuführen. „Es ist an Bahn und Eisenbahnbundesamt dafür zu sorgen, dass die für unseren Bereich versprochenen Maßnahmen auch bald Realität werden“, betont Rossmann.
In einem Brief an die Konzernbevollmächtigte für Hamburg und Schleswig-Holstein, Ute Plambeck, hat Rossmann genau dies jetzt angemahnt. „Nachdem die öffentliche Unterrichtung über die schalltechnischen Untersuchungen an der Strecke noch Anfang des Jahres für März 2008 angekündigt war und ein ums andere Mal verschoben worden ist, drängt sich der Verdacht auf, dass die Planungsmaßnahmen für die Strecke derzeit ganz auf Eis liegen“, macht der Politiker seine Sorge deutlich. Er habe durchaus Verständnis, wenn die Bahn auch andere Maßnahmen wie etwa die an der Strecke Hamburg-Lübeck vorantreibe. „Aber bitte nicht mit dem Ergebnis, dass zwischen Halstenbek und Horst überhaupt nichts mehr läuft!“
Rossmann erinnert daran, dass nach Angaben der Bahn täglich 300 Züge auf der Trasse unterwegs sind. Rossmann: „Damit ist dies die am stärksten befahrene Strecke in Schleswig-Holstein. Es kann also auch keine Rede davon sein, dass es hier keinen hinreichenden Problemdruck gäbe!“ Als die Bahn im vergangenen Jahr angekündigt habe, den Schienenverkehrslärm bis 2020 zu halbieren, sei darauf hingewiesen worden, dass mit der Errichtung von Lärmschutzwänden an der Kreis Pinneberger Strecke nicht vor 2010 begonnen werden könne. „Dieser ohnehin späte Baubeginn darf keinesfalls noch weiter nach hinten verschoben werden!“, fordert der Abgeordnete, der sich bereits seit Jahren für Verbesserungen in diesem Bereich einsetzt.
Von der Bahn verlangt Rossmann daher eine klare Stellungnahme über die Verfahrensplanung mit konkreten Angaben über die Zeitziele der jeweiligen Etappen. „Gemeinsam mit Kommunal-, und Landespolitikern der betroffenen Regionen unseres Kreises müssen wir deshalb darauf achten, dass die Bahn bei diesem Projekt nicht aus ihrer Verantwortung entlassen wird.“






