Dr. Ernst Dieter Rossmann, MdB


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Dr. Ernst Dieter Rossmann MdB

28. Oktober 2008

"Post muss ihrem Auftrag nachkommen!"

Rossmann (SPD) mahnt Zuverlässigkeit des gelben Riesen an

„Das derzeitige Ausmaß an Mängeln in der Postversorgung im Kreis Pinneberg überschreitet deutlich die Grenze des Erträglichen. Der Konzern ist dringend aufgefordert, in der Region schnell für Abhilfe zu Sorgen!“ Mit diesen mahnenden Worten an den gelben Riesen hat sich jetzt der Kreis Pinneberger SPD-Bundestagsabgeordnete in die Diskussion über die eklatante Unterversorgung in vielen Gebieten des Kreises eingeschaltet.
In einem Brief an die zuständige Politikbeauftragte der Deutschen Post AG, Anja Renziehausen, problematisiert der Abgeordnete insbesondere den Personlabbau des Konzerns im Bereich der Briefzustellung. „Es ist offensichtlich, dass hier zuviel reduziert worden ist“, stellt Rossmann fest. „Wenn eine solide Grundversorgung in der Fläche nicht mehr gewährleistet werden kann, weil der Post die Leute fehlen, um krankheitsbedingte Ausfälle zumindest teilweise zu kompensieren, kann es nur eine Konsequenz geben: Schluss mit den Personaleinsparungen und zurück zur kundenorientierten zeitnahen Briefzustellung – und zwar sofort!“
Der Politiker verweist darauf, dass auch seitens der Gewerkschaft Verdi moniert wird, dass die Post nicht rechtzeitig nachgesteuert habe. Rossmann: „Aus aktuellen Gesprächen mit dem Betriebsrat der Niederlassung Brief in Kiel weiß ich, dass sich die Post-Beschäftigten große Sorgen um die Qualität der Briefzustellung machen. Die Post darf diesen entscheidenden Wettbewerbsvorteil nicht aufs Spiel setzen!“
Nach Rossmanns Auffassung ist es nicht akzeptabel, wenn die Post sich auf eine augenblickliche Ausnahmesituation beruft. „Hier ist ein echtes Umsteuern erforderlich, denn die sich häufenden Mängel in der Briefzustellung können für betroffene Unternehmen wie für Privatkunden böse Folgen haben und zu wirtschaftlichen Schäden führen“, weiß Rossmann, der in den vergangenen Wochen immer wieder von verärgerten Postkunden angesprochen worden ist.
Auch im Fall möglicher betrieblicher Ausnahmesituationen sieht der Politiker die Post in der Pflicht, ihren Auftrag zu erfüllen und Wirtschaft und Verbrauchern eine zuverlässige zeitnahe Grundversorgung mit preiswerten und auch kundengerechten Postdienstleistungen zur Verfügung zu stellen: „Laut Post-Universaldienstleistungsverordnung (PUDLV) müssen im Jahresdurchschnitt mindestens 80 Prozent der inländischen Briefsendungen am ersten und mindestens 95 Prozent am zweiten Werktag nach der Einlieferung den Empfänger erreicht haben. Von derartigen Zahlen sind wir im Kreis Pinneberg derzeit meilenweit entfernt.“
Rossmann: „Bei allem Verständnis für nicht vorhersehbare betriebliche Belastungsspitzen: Es kann nicht angehen, dass in manchen Gegenden eine ganze Woche lang keine Post zugestellt wird. Die Post muss hier handeln!“


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