Dr. Ernst Dieter Rossmann, MdB


Sprungmarken

Dr. Ernst Dieter Rossmann MdB

06. November 2008

"Einstieg durch Bildung!"

Rossmann fordert neue Impulse für die Integration von Zugewanderten

Anlässlich des dritten Integrationsgipfels hat der Kreis Pinneberger SPD-Bundestagsabgeordnete Dr. Ernst Dieter Rossmann verstärkte Anstrengungen für Migranten im Bildungsbereich gefordert.
„Bei allen Bemühungen und freiwilligen Absprachen ist in den letzten Jahren leider zu wenig Greifbares passiert. Dabei ist gerade im Bereich Schulen, Hochschulen und Qualifikation dringender Handlungsbedarf gegeben, denn Deutschland ist immer noch Schlusslicht bei der Integration“, bedauert der Politiker
„Insbesondere brauchen wir mehr Anerkennung und Nachqualifizierung für Menschen, die mit akademischen Abschlüssen nach Deutschland kommen“, verlangt Rossmann. „Es kann nicht angehen, dass wir einen Fachkräftemangel beklagen und gleichzeitig 500000 hochqualifizierte Menschen, die mit einem Hochschulabschluss in unser Land gekommen sind, unter Wert behandeln!“
Auch im Kreis Pinneberg gebe es Fälle von Zugewanderten aus den Staaten der ehemaligen Sowjetunion, die beispielsweise eine Ausbildung als Lehrerin vorweisen könnten, in Deutschland aber als Reinigungskraft arbeiten müssten, weil ihr Abschluss nichts wert sei. Rossmann: „Das ist für die Menschen, die in unser Land kommen, eine unverständliche und absolut unbefriedigende Situation. Und es ist für unser Gemeinwesen und unsere Wirtschaft eine schlimme Verschwendung von Kompetenzen und sozialen Ressourcen.“ Es gehe dabei nicht darum, Abschlüsse aus dem Ausland für den deutschen Arbeitsmarkt pauschal anzuerkennen. „Was wir brauchen, ist ein geregeltes Herangehen an Bewertung und Anerkennung nachgewiesener oder nachweisbarer Qualifikationen sowie gegebenenfalls zielgerichtete Nachqualifizierung“, erläutert der Bildungsexperte. „Da müssen wir schneller und besser werden.“
Von der Integrationsbeauftragten der Bundesregierung, Maria Böhmer (CDU) fordert Rossmann daher eine ernsthafte Initiative zur Regelung der Anerkennung derartiger Abschlüsse. „Nach dem dritten Gipfel ist die Zeit für Symbole und Zielbeschreibungen vorbei. Wir müssen endlich zu verbindlichen Regelungen für die Anerkennung von Akademikern und Nachqualifizierung kommen, damit in Fragen wie dieser endlich etwas in Bewegung kommt!“ Rossmann fordert hierzu ein Bund-Länder-Programm „Einstieg durch Bildung“ für Migranten.
Auf den Prüfstand gehört für den Bundestagsabgeordneten dabei auch die Praxis der Schulempfehlungen beim Übergang auf die weiterführenden Schulen.  Rossmann: „Migrantenkinder landen deutschlandweit unabhängig von ihren schulischen Leistungen extrem viel häufiger auf der Hauptschule – ein Fall schlimmer struktureller Diskriminierung, dem wir dringend begegnen müssen. Die Gemeinschaftsschule ist darauf eine richtige Antwort!“
Erfreulich ist nach Rossmanns Auffassung die Entwicklung der Integrationskurse für Zuwandernde. „Es hat sich gelohnt, für die Aufstockung der Stundenzahl und eine Erhöhung des Kostenerstattungssatzes zu kämpfen. Die gestiegene Akzeptanz und die erhöhte Qualität schlagen sich nicht zuletzt in einer steigenden Erfolgsquote der Teilnehmer positiv nieder“, resümiert der Abgeordnete. „Der Bereich Bildung bleibt das zentrale Feld der Integration.“

Dateien

Bürgersprechstunde


Alle zwei bis drei Monate biete ich eine Bürgersprechstunde an. Bürger meines Wahlkreises können sich einen Termin geben lassen und mich mit ihrem persönlichen Anliegen aufsuchen.
weiterlesen ->

Fotos




URL dieser Seite: http://www.ernst-dieter-rossmann.de/mdb.php/aid/325/cat/41/start/20


Sprungmarken