"Eine brutale Entscheidung!"
Rossmann kritisiert Freenet-Beschluss zur Talkline-Schließung
„Die Landesregierung darf diese Entscheidung nicht widerstandslos hinnehmen!“ Mit dieser Forderung hat der Kreis Pinneberger SPD-Bundestagsabgeordnete Dr. Ernst Dieter Rossmann auf den Beschluss der Freenet-Führung reagiert, den Elmshorner Talkline-Standort komplett zu schließen.Der Politiker, der sich bereits in der Vergangenheit kontinuierlich im Gespräch mit Betriebsräten und wechselnden Geschäftsführungen über die Perspektiven des Unternehmens befunden hat und sich gemeinsam mit der örtlichen Landtagsabgeordneten Siegrid Tenor-Alschausky immer wieder für den Standort eingesetzt hatte, spricht von einer „brutalen Entscheidung auf dem Rücken der Beschäftigten“ für die er kein Verständnis habe.
„Es ist allgemein bekannt, dass Talkline in Elmshorn wirtschaftlich arbeitet. Wie hier Profitmaximierung und Marktbereinigung auf eklatante Weise wichtiger genommen werden als die Verantwortung für die Angehörigen des Betriebes, ist einfach nicht akzeptabel“, kritisiert der Abgeordnete.
Entscheidend ist für Rossmann jetzt, dass es zu einer konzertierten Aktion von Kommunalpolitik, Land, Betriebsrat und Gewerkschaft kommt. Rossmann: „Dabei darf es nicht darum gehen, wie die Räumlichkeiten künftig zu nutzen wären, sondern darum den Betrieb oder wenigstens Teile zu erhalten und für diejenigen Arbeitnehmer, die den Betrieb gegebenenfalls verlassen müssen, optimale Überleitungs- und Sozialplanmöglichkeiten zu erwirken“, fordert der Politiker.
Insbesondere die Landesebene sei jetzt zu einem entschlossenen Bekenntnis zum Standort Elmshorn aufgefordert, verlangt Rossmann, der in den vergangenen Monaten bereits die Wirtschaftsminister Austermann und Marnette angeschrieben und ersucht hatte, sich für Talkline in Elmshorn einzusetzen. „Leider waren die Reaktionen aus Kiel bisher sehr zurückhaltend. Ich hoffe dass jetzt auch im Wirtschaftsministerium der Ernst der Lage erkannt wird und der Minister sich klar für Elmshorn positioniert“, betont der Bundestagsabgeordnete.
Morgen will Rossmann mit Landesarbeitsminister Döring in Kiel ein erstes Gespräch zum Situation an der Krückau führen. Am späten Nachmittag wird der Abgeordnete sich dann mit dem Betriebsrat treffen.






