Tempolimit auf der Elbe: Für Hamburg-CDU kein Thema
Hafensenator antwortet auf Rossmann-Brief
Für ein reguliertes Tempolimit auf der Elbe in der Folge der kürzlich erfolgten Änderung des Hamburger Hafenlotsrechts sieht der Hamburger Senat von CDU und GAL keinen Anlass. Das geht aus einem Brief des für den Hafen zuständigen Wirtschaftssenators Axel Gedaschko von der CDU an den Kreis Pinneberger SPD-Bundestagsbgeordneten Dr. Ernst Dieter Rossmann hervor.„Selbstverständlich ist auch außerhalb des Hafens zur Vermeidung von etwaigen Schäden eine angemessene Geschwindigkeit einzuhalten. Dies wird auch entsprechend überwacht und von den zuständigen Stellen bei Verstößen geahndet“, schreibt Gedaschko an Rossmann. Der Kreis Pinneberger Abgeordnete hatte den Senator eingeschaltet, nachdem in der Region auch von politischer Seite ein Zusammenhang zwischen der neuen Regelung, nach der künftig mehr Schiffe von der Lotsenpflicht befreit werden, und Uferschäden im Kreis Pinneberger Bereich hergestellt worden war.
Nach Gedaschkos Angaben ist diese Befürchtung allerdings nicht stichhaltig. „Die Hafenlotsordnung regelt den Lotsdienst ausschließlich innerhalb des Hamburger Hafens. Sie hat insofern keine Auswirkung auf die Verkehrssituation auf der Elbe außerhalb des Hamburger Hafens“, stellt der Senator klar.
Rossmann, der sich bereits seit Jahren für Ausgleichs- und Sicherungsmaßnahmen für die von den zurückliegenden und der geplanten Elbvertiefung betroffenen Gemeinden an der Unterelbe einsetzt, plädiert in diesem Zusammenhang für eine sachliche Debatte. „Was wir brauchen, ist eine nüchterne Auseinandersetzung über optimale Maßnahmen gegen die unbestreitbaren Gefahren durch Sog- und Schwell – einen Dialog von Betroffenen, Politik, Lotsen und Wasser- und Schifffahrtsdirektion. Dazu will ich gerne weiterhin meinen Beitrag leisten.“
Ein entsprechendes Gespräch unter Beteiligung von Elblotsen ist für den Jahresanfang 2009 in Vorbereitung. Ziele für weitere Verbesserungen müssen nach Rossmann zum Beispiel in klaren Geschwindigkeitskorridoren, besserer Schulung und Lotsenausstattung und dem Ausbau der Überwachungssysteme liegen.
Rossmann: „Nach Aussage aller Fachleute wird das System einer rigiden Geschwindigkeitskontrolle den Bedingungen auf der Elbe nicht gerecht. Umso wichtiger werden andere, differenzierte Verbesserungen gegen solche Schadensfälle und Gefährdungen.“







