Rossmann: Bundestag beschließt Diamorphin für Schwerstsüchtige als Kassenleistung gegen die Blockade der CDU/CSU
(Berlin) Der Kreis Pinneberger SPD-Bundestagsabgeordnete Dr. Ernst Dieter Rossmann freut sich, dass der Bundestag die kontrollierte Abgabe von Diamorphin an Schwerstabhängige auf Kassenkosten mit breiter Mehrheit beschlossen hat. Rossmann: „Die Modellprojekte in sieben Städten, unter anderem auch im benachbarten Hamburg, haben große Erfolge aufgewiesen. Die Ergebnisse zeigen, dass es Personen gibt, die nur mit der kontrollierten Abgabe von Diamorphin gesundheitlich und sozial stabilisiert werden konnten.“Die SPD-Fraktion hat sich im Gesundheitsausschuss des Bundestages mit Unterstützung aller anderen Fraktionen - außer der CDU/CSU - dafür eingesetzt, dass Diamorphin als verschreibungsfähiges Betäubungsmittel eingestuft und somit eine Behandlung auf Kassen-kosten flächendeckend möglich wird. Es handelt sich um 1.000 – 3.000 Schwerstabhängige in der gesamten Bundesrepublik, die täglich kontrolliert Diamorphin bekommen. In Hamburg sind es aktuell 65 Betroffene, die unter Aufsicht behandelt werden. Die Hansestadt war so überzeugt von dem Modellprojekt des Bundes, dass sie es auf eigene Kosten weitergeführt hat. Dadurch ist erstens die Beschaffungskriminalität zurückgegangen, die Patienten seien gesünder, weil sie kein Straßenheroin oder andere Drogen konsumieren müssten, ein Drittel von ihren haben den Weg zu Drogenprogrammen gefunden und 8% haben es sogar zu Abstinenzprogrammen geschafft. Rossmann: „Wenn das keine Erfolge sind! Sogar die Caritas begrüßt die kontrollierte Abgabe und darüber hinaus fünf Unionsregierte Bundesländer. In den Niederlanden und in der Schweiz ist die Behandlung mit Diamorphin schon längst zur Regelversorgung geworden.“
Rossmann sieht in der Argumentation der CDU/CSU-Fraktion, die Kosten für Opiatabhängige könnten die Gesetzliche Krankenversicherung zu sehr belasten, als fadenscheiniges Argument. „Da es sich nur um 1.000 bis 3.000 Patienten bundesweit handelt, sind die Kosten überschaubar und im Vergleich zur Abnahme der Beschaffungskriminalität gut angelegt“, so Rossmann.






