Dr. Ernst Dieter Rossmann, MdB


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Dr. Ernst Dieter Rossmann MdB

12. Juni 2009

"Ausbildung ist Investition in die Zukunft!"

Vier-Punkte-Plan für Schutzschirm für Ausbildung Rossmann bei Ausbildungs-Akquise in Quickborn

21 Prozent weniger Ausbildungsplätze im Kreis Pinneberg – diese Zahl hat die Elmshorner Arbeitsagentur im Mai bekannt gegeben. Für den Kreis Pinneberger SPD-Bundestagsabgeordneten Dr. Ernst Dieter Rossmann darf es bei diesem Rückgang nicht bleiben. Gemeinsam mit Vertretern der regionalen IHK suchte der Politiker jetzt das konkrete Gespräch im Betrieb.

Im Rahmen der „Aktion Ausbildung“ der IHK besuchte Rossmann gemeinsam mit IHK-Geschäftsführer Ulrich Grobe und der Akquisiteurin für Ausbildungsplätze, Gudrun Grelck, den Quickborner Betrieb Nordisk Freizeit Bollerslev GmbH und sprach mit Geschäftsführer Werner Blühmer über den Betrieb und die Situation der Ausbildung.

Von der IHK hatte Rossmann erfahren, dass Nordisk Fachkräfte für Lagerlogistik und Kaufleute im Groß- und Außenhandel ausbilden könnte. „Wenn ich mit meinem Besuch die Entscheidungsfindung der Firma in dieser Frage positiv beeinflussen konnte, so würde mich das sehr freuen“, betont Rossmann, der sich auch in den vergangenen Jahren schon an der IHK-Aktion beteiligt hatte und sich auch als Bildungsexperte seiner Partei für den Bereich der Ausbildungsförderung engagiert.

„Es ist wichtig, dass die Unternehmen auch in Zeiten der Krise weiter oder sogar vermehrt ausbilden“, mahnt Rossmann. Bundesweit müsse die Wirtschaft auch in diesem Jahr wieder 600.000 Ausbildungsplätze zur Verfügung stellen.

„Auch wenn derzeit noch nicht endgültig absehbar ist, wie stark sich die konjunkturelle Krise auf den Ausbildungsmarkt niederschlagen wird, steht für die SPD fest: Wir müssen jetzt die Voraussetzungen dafür schaffen, bei Bedarf kurzfristig und schnell reagieren zu können“, findet der Bildungsexperte. „Deswegen will die SPD-Bundestagsfraktion noch vor der parlamentarischen Sommerpause gesetzliche Änderungen beim Ausbildungsbonus auf den Weg bringen, um einen Schutzschirm für Jugendliche aufzuspannen, deren Ausbildungsplatz durch Insolvenz bedroht ist.“

Die SPD will für diese Gruppe die Fördervoraussetzungen senken. „Bislang ist die Förderung nur möglich, wenn der Auszubildende individuell benachteiligt ist und der Ausbildungsplatz zusätzlich angeboten wird. Diese Voraussetzungen wollen wir abschaffen. Dadurch sollen Unternehmen künftig für jeden übernommenen Insolvenzlehrling den Ausbildungsbonus erhalten können“, erläutert Rossmann.

Realisieren wollen die Sozialdemokraten den „Schutzschirm für Ausbildung“ über einen Vier-Punkte-Plan. Gefordert werden dabei neben der Lockerung der Fördervoraussetzungen für den Ausbildungsbonus unter anderem Maßnahmen der Bundesanstalt für Arbeit im Bereich der überbetrieblichen Ausbildung. Rossmann: „Denkbar ist dabei auch ein befristetes steuerfinanziertes Förderprogramm zum kurzfristigen Ausbau des außerbetrieblichen Ausbildungsangebots für benachteiligte Jugendliche durch das Bundesbildungsministerium.“

Des Weiteren plädieren die Sozialdemokraten für verbesserte Bedingungen für Auszubildende, die eine Ausbildung aus dem Bezug von Arbeitslosengeld II heraus aufnehmen und die Verlängerung der erweiterten Berufsorientierung.

„Darüber hinaus müssen wir die Entwicklung bei den nicht-insolvenzbedingten Ausbildungsabbrüchen genauestens im Age behalten, um gegebenenfalls geeignete Maßnahmen im Rahmen des SGB III rechtzeitig in Angriff nehmen zu können“, mahnt Rosmann. „Eine hohe Ausbildungsquote ist für die Jugendlichen und für unsere Wirtschaft gleichermaßen wichtig. Wir müssen die sich abzeichnenden Probleme deshalb entschlossen angehen.“


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