Equal Pay - Arbeit von Frauen ist mehr wert
SPD-Gleichstellungsexpertin Marks mit Rossmann bei Gleichstellungsbeauftragten
„In Deutschland verdienen Frauen im Durchschnitt 23 Prozent weniger. Damit gehört Deutschland zu den Ländern in Europa mit den höchsten Lohnunterschieden zwischen den Geschlechtern!“ Das berichtete jetzt die SPD-Gleichstellungsexpertin Caren Marks MdB im Uetersener Rathaus bei einem gemeinsamen Gespräch mit dem Kreis Pinneberger SPD-Bundestagsabgeordneten Dr. Ernst Dieter Rossmann mit den Gleichstellungsbeauftragten der Städte und Gemeinden im Kreis.
„Obwohl In Sachen Gleichberechtigung zwischen Frau und Mann in den letzten 30 Jahren große Fortschritte erzielt werden konnten, haben in Frauen diesem existenziellen Bereich nach wie vor das Nachsehen gegenüber Männern“, klagte die Politikerin bei dem Gespräch in Uetersen und mahnte Änderungen an. Durch das Bundesgleichstellungsgesetz habe sich die Zahl der im öffentlichen Dienst beschäftigten Frauen erhöht, auch die Zahl der Frauen in Führungspositionen steige zwar langsam, aber stetig. Allerdings sei die Entwicklung in der Privatwirtschaft noch nicht so weit und Frauen in Führungspositionen eine Seltenheit, weshalb Marks auch für private Unternehmen eine gesetzliche Regelung einfordert: „Mit freiwilligen Vereinbarungen kommen wir nicht weiter, viele Unternehmen halten sich nicht daran!“. Dies hätten die vergangenen 8 Jahre gezeigt.
Um das Ziel mehr Frauen in Führungspositionen zu erreichen, fordert die SPD-Bundestagsfraktion eine gesetzliche Quote für Frauen bei der Besetzung von Aufsichtsratsposten. „Norwegen ist für uns ein gutes Vorbild, die Teilhabe von Frauen in Aufsichtsräten hat sich positiv auf die Situation der Frauen in den Unternehmen ausgewirkt und für bessere Entlohnung und Aufstiegschancen gesorgt“ betonte Marks.
Ein weiterer wichtiger Schritt auf dem Weg zu einer gerechten Entlohnung von Frauen wäre für die beiden Bundestagsabgeordneten die Einführung eines gesetzlichen Mindestlohns für alle Branchen. Rossmann: „Viele Frauen arbeiten in Branchen, die in Deutschland schlecht entlohnt werden, von einer Einführung eines gesetzlichen Mindestlohns würden daher Frauen besonders profitieren. Durch die bisher eingeführten gesetzlichen Mindestlöhne in neun Branchen konnte bereits drei Millionen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern zu höheren Löhnen verholfen werden. Hierdurch könnten wir erreichen, dass Frauen zunehmend den Schritt aus der geringfügigen hin zu sozialversicherungspflichtiger und Existenz sichernder Beschäftigung schaffen.“
Darüber hinaus seien weitere Maßnahmen erforderlich, um den Anteil von Frauen in sozialversicherungspflichtiger Beschäftigung zu erhören. „Neben dem Ausbau der Kinderbetreuung und Ganztagsschulen gehört dazu auch ein geschlechtergerechtes Steuersystem. Das Ehegattensplitting muss daher sozial gerecht weiterentwickelt werden, damit zusätzliche Erwerbsanreize für verheiratete Frauen geschaffen werden!“, fordert Rossmann.







