Rossmann (SPD): Wetterdienst auf Helgoland wird aufgewertet
Auf Helgoland steht der westlichste Außenposten des Deutschen Wetterdienstes in Schleswig-Holstein. Seine Prognosen und Sturmwarnungen sind für den Schutz der Menschen an der Küste und für die Schifffahrt besonders wichtig. Zusammen mit elf anderen Wetterstationen ist die Station auf der einzigen Hochseeinsel Deutschlands jetzt eine von zwölf DWD-Klimareferenzstationen in Deutschland.Bei einem Besuch des Kreis Pinneberger Bundestagsabgeordneten Dr. Ernst Dieter Rossmann auf der Insel zeigte Peter Krüß, einer der sechs Mitarbeiter auf Helgoland, der die Wetterstation rund um die Uhr am Laufen hält, die Neuerungen, die mit der Aufwertung als Klimareferenzstation für die Einrichtung verbunden sind. So stehen neben den herkömmlichen manuellen Messgeräten im sogenannten „Klimagarten“, einem etwa 600 m² großen Messfeld, jetzt auch weitere elektronische Messgeräte zur Verfügung. Rossmann: „Die doppelte Absicherung durch elektronische Messung einerseits und manuelle Messgeräte andererseits sorgt dafür, dass Ausfälle bei den Messdaten mit allergrößter Wahrscheinlichkeit ausgeschlossen sind.“
Besonders beeindruckend für die Besucher vom Festland war die Erklärung von Peter Krüß, dass auch während der Nacht alle 30 Minuten durch die Fachkräfte Einschätzungen der Klimaentwicklung über Betrachtung von Helligkeit und Wolkenbildung vorgenommen werden. Peter Krüß: „So dunkel kann es gar nicht sein, dass wir als Fachleute nicht zusätzliche Informationen aus der anschaulichen Beobachtung von Himmels- und Wolkenveränderungen feststellen können.“
Für den Forschungspolitiker sind dabei nicht nur die aktuellen Wettermeldungen von Interesse, sondern auch die langen Zeitreihen, die die Wetterwarte Helgoland seit der Wiederbesiedelung der Insel, aber auch schon seit ihrem Entstehen im Jahr 1873 für die Wissenschaft zur Verfügung stellen kann. Rossmann: „Der Klimawandel ist in seiner Komplexität nur anhand solcher sicherer Dauerbeobachtungen zu verstehen. Die Arbeit der Wetterwarte ist deshalb ein weiterer Baustein in der hohen wissenschaftlichen Bedeutung, die Helgoland als einzige Hochseeinsel Deutschlands für die Fragen von Klima und Umwelt hat.“






