Fluglärm: Rossmann lässt nicht locker!
SPD-Abgeordneter vereinbart Gespräch mit Hamburger Stadtentwicklungssenatorin Hajduk
Das Fluglärmproblem im Norden des Hamburger Flughafens bleibt auf der Tagesordnung. Dafür will der Kreis Pinneberger SPD-Bundestagsabgeordnete Dr. Ernst Dieter Rossmann sorgen. Gemeinsam mit seinem Bundestagskollegen Dr. Ole Schröder und dem SPD-Landtagsabgeordneten Bernd Schröder nahm Rossmann jetzt an einem Gespräch der Kieler Verkehrs-Staatssekretärin Karin Wiedemann mit Vertretern der Interessengemeinschaft Flugschneise und der betroffenen Gemeinden teil.
Für den Politiker ist es dabei bedauerlich, dass die Hamburger Seite ihre Beteiligung an dem Meinungsaustausch kurzfristig abgesagt hat. „Umso mehr freue ich mich, dass ich für den 7. Oktober einen Gesprächstermin für eine kleine Delegation aus dem Kreis Pinneberg bei der grünen Stadtentwicklungssenatorin vereinbaren konnte.“ Auf der Tagesordnung sollen dann Probleme wie die Weiterentwicklung der AKN, Ausgleichsmaßnahmen für die geplante Elbvertiefung und insbesondere auch die Belastung des nördlichen Hamburger Randes durch den Fluglärm stehen.
„Der schwarz-grüne Hamburger Senat und seine grüne Stadtentwicklungssenatorin sind gut beraten, die Augen vor den überproportionalen Belastungen der Bürgerinnen und Bürger in der Region Hasloh/Quickborn/Norderstedt nicht dauerhaft zu verschließen“, mahnt der Politiker. Die Hansestadt müsse sich nicht nur auf Regierungsebene, sondern auch mit den Vertretern der Interessengemeinschaft Flugschneise Nord wieder für Gespräche öffnen.
„Mit Konfrontation alleine kommen wir nicht weiter – das weiß man in der Region Pinneberg und ich hoffe, dass man sich auch in Hamburg dessen bewusst ist“, betont Rossmann. „Schließlich gibt es unstreitbar auch gemeinsame Interessen, wie den Einsatz leiserer Flugzeuge und eine Beschränkung der Flugzeiten, die auch tatsächlich eingehalten wird.“
Gleichzeitig macht der Politiker aber auch deutlich, dass er insbesondere beim Fluglärm für weitere Verzögerungen kein Verständnis haben werde. „Die Anwohner werden seit vielen Jahren hingehalten. Die Klagedrohung gegen die Bahnbenutzungsregelung war deshalb eine absolut verständliche Maßnahme“, betont Rossmann. Dass der schwarz-grüne Senat daraufhin die Gespräche abgebrochen habe, habe ihn in den Umlandkreisen weitere Reputation gekostet. „Die Betroffenen haben ein Anrecht, dass die Stadt Hamburg sich nicht mehr um Lösungen herumdrückt. Ich hoffe deshalb auf eine echte Dialogbereitschaft der Senatorin.“






