Eon-Höchstspannungstrasse: Rossmann bleibt am Ball
Planer sollen auch Bürgervorschläge prüfen
Die planenden Stellen der 380-KV-Stromtrasse zwischen Hamburg/Nord und Dollern sollen bei der derzeit laufenden Planfeststellung auch von Betroffenen vorgeschlagene Alternativverläufe mitberücksichtigen. Das hat der Kreis Pinneberger SPD-Bundestagsabgeordneten Dr. Ernst Dieter Rossmann vorgeschlagen.
In Schreiben an das Landesumweltministerium als Träger öffentlicher Belange und den Träger des Projekts, das Bayreuther Unternehmen Transpower hatte Rossmann bereits im September angeregt, insbesondere Vorschläge eines Heistmer Bürgers für eine geänderte Trassenführung in die Planung mit einfließen zu lassen.
„Der Betroffene hat mir gegenüber darauf hingewiesen, dass bei dem von ihm erarbeiteten Vorschlag einer abgewandelten Variante im Bereich Moorrege-Heist kein Wohngebäude mehr überspannt würde und sich sämtliche Abstände der Trasse zu Wohngebäuden vergrößern würden. Er hat sogar erste Gespräche mit von diesem Trassenverlauf betroffenen Grundstückseigentümern geführt, die nach seinen Angaben durchweg positiv gewesen sind. Nach meiner Auffassung sollte man diesen Vorschlag deswegen zumindest in die Planung mit einbeziehen“, betont Rossmann.
Landesumweltminister Dr. Christian von Boetticher hat dem Begehren Rossmanns jetzt zumindest soweit entsprochen, als er die Anregungen an den mit der Planung beauftragten Landesbetrieb für Straßenbau und Verkehr (LBV-SH) „als weitere Erkenntnisquelle weiterleiten“ will, wie er dem SPD-Bundestagsabgeordneten jetzt mitteilte. Auch bei Transpower hat man den Vorschlag zur Kenntnis genommen, verweist aber auf die Kieler Planungshoheit.
Für Rossmann ist damit ein guter erster Schritt getan: „Mir war wichtig, dass die Landesregierung in dieser Sache nicht aus ihrer Verantwortung entlassen wird und dass die Vorschläge der Bürgerinnen und Bürger echte Berücksichtigung erfahren.“ In einem weiteren Schreiben hat Rossmann jetzt den neuen Direktor des Landesbetriebes Straßenbau und Verkehr Schleswig-Holstein, Torsten Conradt, noch einmal aufgefordert, Anregungen über alternative Trassenverläufe von Seiten Betroffener bei der Planung zu berücksichtigen. „Ich hoffe sehr, dass dies beim Heistmer Vorschlag geschieht. Dieser Appell gilt aber natürlich auch für die Vorschläge für andere Teile der Trasse, wie etwa im Bereich Kummerfeld und Quickborn-Süd“, betont der SPD-Politiker.






