Rossmann fordert Erhöhung der "Weiterbildungsprämie"
(Berlin) Vor ca. einem Jahr ist die Weiterbildungsprämie eingeführt worden. Bis zu 154 € Zuschuss bekommen seitdem Erwerbstätige, deren zu versteuerndes Jahreseinkommen die 20.000 € bzw. 40.000 € bei gemeinsam Veranlagten nicht übersteigt, zur Ko-Finanzierung individueller beruflicher Weiterbildung, wenn mindestens die gleiche Summe als Eigenanteil geleistet wird. Im Kreis Pinneberg hat bis jetzt die Volkshochschule der Stadt Pinneberg (www.wbv-pinneberg.de) die Beratung zur Ausstellung dieser Prämiengutscheine durchgeführt.
Nach den Erkenntnissen des SPD-Bundestagsabgeordnete Dr. Ernst Dieter Rossmann wird die Weiterbildungsprämie allerdings bisher ausgesprochen schlecht abgerufen. Rossmann: „Nicht nur der Höchstbetrag der Prämie ist mit 154.- € zu niedrig und somit wenig attraktiv, sondern auch die Einkommensgrenzen so tief gesetzt, dass viele Interessierten aus dem Raster fallen.“
Rossmann will sich beim Bundesbildungsministerium dafür einsetzen, dass der Höchstbetrag der Prämie auf 500.- € erhöht wird und die Einkommensgrenzen mindestens um 5.000/10.000.- € angehoben werden. Ebenso findet der Abgeordnete den Weg zum Prämiengutschein zu kompliziert, da man zu viele Instanzen durchlaufen muss (Beratungsstelle, Weiterbildungsanbieter, Finanzinstitut, Weiterbildungsanbieter mit Fristwahrung etc.). Hier wünscht er sich eine unbürokratischere Lösung.
Rossmann: „Diese handwerklichen Fehler muss Bundesbildungsministerin Schavan wieder beheben, denn es ist schade, wenn bis 2012 für das gesamte Instrument „der Bildungsprämie“ 54 Millionen € zur Verfügung stehen, diese aber nicht abgerufen werden, weil Fehler in der Umsetzung gemacht wurden. Weiterbildung brauchen wir heutzutage mehr als je zuvor“.
Bedauerlich findet Rossmann auch die Tatsache, dass Frau Schavan das dazugehörige Weiterbildungsdarlehen noch nicht auf den Weg gebracht hat. Hier geht es um ein zinsgünstiges Darlehen der KfW, welches unabhängig vom Einkommen für Weiterbildungsmaßnahmen mit einem höheren Finanzbedarf gewährt werden soll.
Rossmann: „Ich hatte schon viele Anfragen dazu. Das Weiterbildungsdarlehen muss endlich kommen. Viele Menschen brauchen es, um sich unbürokratisch weiter qualifizieren zu können.“







