Dr. Ernst Dieter Rossmann, MdB


Sprungmarken

Dr. Ernst Dieter Rossmann MdB

21. Januar 2010

"Keine Monstertrucks auf unsere Straßen!"

Rossmann empört über klammheimliche Sondergenehmigung aus Kiel

„Der schleichende Einstieg in den Einsatz von Monstertrucks auf unseren Straßen ist eine falsche Weichenstellung, die zu wachsenden Gefahren im Straßenverkehr und steigenden Kosten im Straßenbau führt.“ Mit diesen Worten hat der Kreis Pinneberger SPD-Bundestagsabgeordnete Dr. Ernst Dieter Rossmann vor der Zulassung von sogenannten Gigalinern, übergroßen LKW mit mehr als 40 Tonnen Höchstgewicht beziehungsweise mehr als 18,75 Meter Länge, gewarnt.

„Wenn die neuen schwarz-gelben Regierungen in Kiel und Berlin dieses Tor aufstoßen, müssen sie wissen, dass kaputte Straßen und Brücken, Verlagerung des Güterverkehrs von der Schiene auf die Straße und vermehrte Unfälle aufgrund der der Länge und der geringeren Wendigkeit der Riesen-Fahrzeuge die Folge sein werden“, warnt Rossmann. „Jeder Gigaliner belastet die Straße mit der Masse eines aufgetankten Verkehrsflugzeugs.“

Kiel solle die seit Anfang Dezember geltende Sondergenehmigung für ein dänisches Logistikunternehmen für Schleswig-Holsteins Straßen sofort wieder rückgängig machen. Rossmann: „Während das Kieler Verkehrsministerium die Sache unter der Decke hält, sagen die dänischen Transportlobbyisten deutlich wohin die Reise geht: Die Einzelgenehmigung wird dort bereits als Türöffner für den Gigaliner-Verkehr im Korridor zwischen Skandinavien und dem Hamburger Hafen gehandelt.“

Einen Erkenntnisgewinn kann der SPD-Politiker in den laufenden wie angekündigten Tests nicht erkennen: „Die negativen Folgen des Einsatzes der Monstertrucks sind seit langem hinlänglich bekannt und von Fachleuten nachgewiesen. Wir brauchen weder den jetzt vom Bundesverkehrsministerium angekündigten ‚bundesweiten Feldversuch’, noch die klammheimliche Kieler Salamitaktik über Sonderregelungen.“

Insbesondere Städte und Gemeinden mit Durchgangsverkehr könnten unter den Riesen-LKW kleiden, befürchtet Rossmann. „Das betrifft zum einen Fußgänger und Radfahrer, die bei den schwierigen Spurwechseln und Kurvenfahrten der überlangen Fahrzeuge einer erhöhten Gefährdung ausgesetzt sind. Zum anderen sind die Straßen vielerorts schon heute nicht in gutem Zustand. Bei der zusätzlichen Belastung durch schwerer Großtransporter könnten hier schnell enorme Kosten für den Fahrbahnunterhalt auf Kreise und Gemeinden zukommen“, erklärt der Politiker.

„Nicht nur im Kreis Pinneberg wissen wir, welche Probleme schon der übliche LKW-Verkehr gerade auf Mautausweichstrecken machen kann. Die Freigabe unserer Straßen für die Monstertrucks halte ich schlichtweg nicht für verantwortbar.“


Fotos




URL dieser Seite: http://www.ernst-dieter-rossmann.de/mdb.php/aid/485/cat/49


Sprungmarken