"Von der Bremse aufs Gas wechseln!"
Nach Affeldt-Aus: Rossmann (SPD) fordert echte Landes-Task-Force für Krisen-Betriebe
Mit Enttäuschung und solidarischer Anteilnahme für die von Arbeitsplatzverlust betroffenen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer der Neuendorfer Firma Affeldt hat der Kreis Pinneberger SPD-Bundestagsabgeordnete Dr. Ernst Dieter Rossmann auf die Nachricht vom Aus des Betriebes reagiert. An die Landesregierung richtet Rossmann in diesem Zusammenhang den Vorwurf, bei akuten Problemen von Betrieben nicht kurzfristig handlungsfähig zu sein.
„Es kann nicht angehen, dass mögliche Lösungsszenarien nicht Platz greifen können, weil das Land sechs Wochen benötigt, um die Möglichkeit einer Landesbürgschaft zu prüfen“, ärgert sich Rossmann. „CDU-Wirtschaftsminister Jost de Jager ist dringend aufgefordert, für Fälle wie Affeldt, in denen die Zeit knapp ist, eine funktionsfähige Task-Force auf die Beine zu stellen, die diesen Namen auch verdient.“
Der Abgeordnete erinnert daran, dass bereits de Jagers Vorgänger Austermann, Marnette und Biehl die Entbürokratisierung in der Theorie hochgehalten hätten. Rossmann: „Schwarz-Gelb hat jetzt mit dem Mittelstandsbeauftragten sogar noch eine weitere Stelle eingerichtet. Das Problem langer Entscheidungswege und –zeiträume besteht aber offensichtlich nach wie vor.“
Dass der Elmshorner Unternehmer Klaus Möller bekundet hat, sich angesichts der neuen Situation beim Neuendorfer Verpackungsmaschinenhersteller mit dem Ziel einer späteren Übernahme noch einmal um eine Landesbürgschaft zu bewerben, freut Rossmann. „Wenn die Firma Affeldt wiederbelebt werden kann, wäre das ein erster Schritt für eine neue Zukunft des Standorts“, hofft der Politiker. „Das ändert nun aber leider nichts mehr daran, dass die Belegschaft den bitteren Gang zur Arbeitsagentur antreten muss.“ Wichtig werde dabei aber sein, dass das Land sich bei der Prüfung der Bürgschaft nicht mehr als Hemmschuh geriere. „Kiel muss endlich von der Bremse aufs Gaspedal wechseln“, fordert Rossmann.






