Dr. Ernst Dieter Rossmann, MdB


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Dr. Ernst Dieter Rossmann MdB

15. September 2010

Den Pflegekollaps verhindern!

SPD diskutierte aktuelle Pflegepolitik

Droht in Schleswig-Holstein und im Kreis Pinneberg ein Pflegenotstand? Dieser Frage gingen jetzt die Teilnehmer der vierten vom Kreis Pinneberger SPD-Bundestagsabgeordneten Dr. Ernst Dieter Rossmann organisierten Pflegekonferenz in Tornesch nach.

Berliner Gast der Runde war dabei die SPD-Gesundheitsexpertin Dr. Carola Reimann. Die Vorsitzende des Bundestags-Gesundheitsausschusses ließ keinen Zweifel daran, dass die Pflege in der Gesundheitspolitik derzeit nicht den Stellenwert einnimmt, den sie eigentlich haben müsste. „Wir müssen sicherstellen, dass die Pflegebedürftigen auch in Zukunft die Leistungen erhalten, die sie für eine ausreichende und angemessene Pflege brauchen“, lautete ihr Credo. Für unverantwortlich hält es die Politikerin, dass Schwarz-Gelb und FDP-Gesundheitsminister Philipp Rösler für den Bereich bisher keine Konzepte haben.

Dass dabei die Zeit drängt, machten die Sprecherin des Forum Pflegegesellschaft Schleswig-Holstein, Pastorin Anke Schimmer, und der Sozialexperte der Kreis-SPD, Hans-Peter Stahl deutlich, die darauf hinwiesen, dass in der Pflege der Nachwuchs und Schulplätze fehlen: Auch im Kreis Pinneberg Region droht danach eine Unterversorgung mit Pflegefachkräften.

In den nächsten Jahren werde die Lücke zwischen zu besetzenden Stellen und qualifizierten Bewerbern weiter wachsen, betonte Stahl. „Bis 2025 wird sich die Zahl der über 80-Jährigen im Kreis Pinneberg verdoppeln, ab diesem Alter nimmt die Pflegebedürftigkeit stark zu!“

Rossmann forderte deshalb, der Bund müsse die Förderung der dreijährigen Umschulungen zum Altenpfleger beziehungsweise zur Altenpflegerin und zum Krankenpfleger beziehungsweise zur Krankenpflegerin durch die Bundesanstalt für Arbeit über die Befristung bis Ende 2010 hinaus fortsetzen. Leider wolle die Bundesregierung dies dem Rotstift opfern.

Einigkeit bestand in der Diskussionsrunde auch darüber, dass die jährlich 400 Ausbildungsplätze, die das Land derzeit finanziert, nicht ausreichen. Hier dürfe die schwarz-gelbe Landesregierung nicht aus ihrer Verantwortung entlassen werden.

Reimann und Rossmann versprachen, sich in Berlin dafür einzusetzen, dass es in der Pflege keine Zwei-Klassen-Lösungen gibt. „Wir wollen eine kluge Weiterentwicklung eines solidarisch finanzierten und qualitativ guten Pflegebereichs“, betonten die beiden Abgeordneten.

Reimann Tornesch

„Den Pflegebereich solidarisch weiterentwickeln“: SPD-Gesundheitsexpertin Carola Reimann.



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