Dr. Ernst Dieter Rossmann, MdB


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Dr. Ernst Dieter Rossmann MdB

01. Oktober 2010

Rossmann: Mehr Bildungsteilhabe mit Ganztagsschulen

"Das 'Bildungspaket' für Kinder von Hartz-IV-Empfängern ist mehr Schein als Sein!" bewertet Rossmann den von der Bundesregierung geplanten Zuschuss.

„Mehr Schein als Sein!“ So bewertet der Kreis Pinneberger SPD-Bundestagsabgeordnete und bildungspolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion Dr. Ernst Dieter Rossmann das „Bildungspaket“ für Kinder von Hartz-IV-Empfängern, welches aufgrund des Urteils des Bundesverfassungsgerichtes jetzt von der Bundesregierung vorgelegt worden ist. Der geplante Zuschuss für ein warmes Mittagessen erreicht nur 20% der Hartz-IV-berechtigten Kinder, weil es nicht an allen Schulen Essensangebote gibt! Rossmann: „ Deshalb muss schleunigst ein Infrastrukturprogramm der Bundesregierung für Ganztagsschulen und Kitas her, damit wirklich jedes Kind ein warmes Mittagessen bekommen kann. Bundesbildungsministerin Schavan lehnt aber ein solches zweites Ganztagsschulprogramm ab.“

Ebenso findet Rossmann die zehn Euro im Monat für Musikunterricht oder einen Sportverein zu kurz gesprungen. Rossmann: „Das reicht hinten und vorne nicht! Was wir brauchen ist ein Konzept zum Ausbau der Bildungsangebote innerhalb der Kitas und der Schulen. Nur so kann eine unbürokratische, direkte und optimale Förderung aller Kinder und Jugendlichen gewährleistet werden - auch aus Familien, die nicht Arbeitslosengeld II erhalten, aber trotzdem Geringverdiener sind. Jetzt ist der flächendeckende Ausbau von Ganztagsangeboten und mehr pädagogisches Personal in Kitas und Schulen nötig. Die Bundesregierung sollte auf die Länder zugehen und ihnen ein Angebot für eine gemeinsame Initiative für bessere Bildung machen.“

Erleichtert ist Rossmann darüber, dass das Bundesarbeitsministerium seine Pläne, die Schulstartpakete in Höhe von 100 Euro „Aufstocker-Familien“ ersatzlos zu streichen, verworfen hat. Rossmann: „Die ersatzlose Streichung wäre ein fatales Signal für alle arbeitenden Eltern, die aufgrund ihres geringen Einkommens mit Hilfe des Kinderzuschlages den Bezug von Hartz IV vermeiden. Diesen Eltern nun im Zusammenhang mit einer Bildungsförderung für Hartz IV-Empfänger das Schulstartpaket zu nehmen, wäre zutiefst ungerecht.“



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