Rossmann fordert stärkeren Ausbau der Forschung zur maritimen Technologie in Deutschland
Wissenschaftliches Tauchzentrum auf Helgoland rundum saniert
„Da hat sich die Stärkung von Wissenschaft und Forschung im Konjunkturprogramm II für Helgoland und die wissenschaftliche Meeresforschung richtig gelohnt.“ Der Kreis Pinneberger SPD-Bundestagsabgeordnete Dr. Ernst Dieter Rossmann zeigte sich anlässlich der Eröffnung des rundum sanierten wissenschaftlichen Tauchzentrums bei der Biologischen Anstalt Helgoland jedenfalls hoch erfreut darüber, dass die Gesamtkosten von ca. 1,15 Mio. € mit über 850.000 € aus dem Konjunkturprogramm gefördert werden konnten. Rossmann: „Ohne diese Schwerpunktsetzung im Konjunkturprogramm II wäre die wegweisende Modernisierung dieses Tauchzentrums unmöglich gewesen.“ Mit dem modernisierten Tauchzentrum ist auf Helgoland jetzt wissenschaftliches Tauchen auf hohem internationalem Niveau möglich. Auch können verstärkt Forschungstaucher aus dem In- und Ausland auf Helgoland ausgebildet und der wissenschaftliche Nachwuchs gefördert werden.
Gerade für die Erkundung von küstennahen Flachwassergebieten, so wie es Helgoland und sein Umfeld bietet, werden für eine gezielte und umweltschonende Beprobung wissenschaftliche Taucher gebraucht. Rossmann: „Das ist allemal günstiger und umweltschonender als der Einsatz von Forschungsschiffen oder Tauchrobotern.“
Bei seinem Besuch auf der Hochseeinsel nahm Rossmann auch Stellung zu der weiteren Entwicklung der Meeresforschung in Deutschland, die mit den jüngst getroffenen Entscheidungen von Bundesbildungsministerin Schavan, das international renommierte Institut für Meereskunde/GEOMAR in Kiel in die Helmholtz-Gemeinschaft einzugliedern, in „ordentliche Bewegung“ gekommen ist. Der Abgeordnete zeigte sich gegenüber der wissenschaftlichen Leitung der Biologischen Anstalt Helgoland zuversichtlich, dass dieses keine negativen Auswirkungen auf die BIO-Helgoland als Teil des Alfred-Wegener-Instituts für Polar- und Meeresforschung haben wird. Rossmann: „Die BIO hat sich in den letzten zehn Jahren hervorragend entwickelt und eine Leistungsfähigkeit erreicht, wie sie vorher nicht zu erwarten war. Forschung, Ausbildung und Versorgungsleistung mit biologischem Material gehen hier eine Symbiose ein, wie sie anderswo nicht zu finden ist.“
Für die Zukunft erhofft sich der Abgeordnete, dass neben den klassischen Forschungsthemen wie Polar-, Meeres- und Küstenforschung auch die Forschung zur maritimen Technologie in Deutschland stärker ausgebaut wird. Mit dem Institut für Meereskunde/GEOMAR bringe Schleswig-Holstein hier eine solche Kompetenz in die zukünftige Forschungslandschaft ein. Gerade angesichts der klimatisch bedingten Veränderungen in den Weltmeeren würden technologisch-maritime Leistungen immer differenzierter und anspruchsvoller werden. Rossmann: „Dies muss sich auch in entsprechender Schwerpunktsetzung in Forschung und Entwicklung in Deutschland abbilden. Das neue Wissenschaftliche Tauchzentrum auf Helgoland ist dafür ein weiterer kleiner Trittstein und gehört zu einem Gesamtkonzept, das jetzt überfällig ist.“






