Kanalausbau: "Verschiebung ist ein Offenbarungseid!"
Rossmann (SPD) kritisiert Bundesregierung
Mit heftiger Kritik hat der SPD-Bundestagsabgeordnete Dr. Ernst Dieter Rossmann auf die Entscheidung Bundesverkehrsminister Ramsauers (CSU) reagiert, den Ausbau des Nord-Ostseekanals zu verschieben. „Die Katze ist aus dem Sack – und Schleswig-Holstein hat das Nachsehen“, so Rossmann.
Für den Sozialdemokraten, der für den Kreis Steinburg und das südliche Dithmarschen zuständig ist, kommt die Erklärung des Ramsauer-Ministeriums, dass der Schleusenausbau in Brunsbüttel und die Verbreiterung der Oststrecke frühestens 2017 fertiggestellt werden, einem Offenbarungseid gleich. „Wenn jetzt der Abschluss der gesamten Ausbauarbeiten in 2020 schon als ehrgeiziges Ziel angesehen wird, darf man wohl feststellen, dass Ramsauer und sein Parlamentarischer Staatssekretär Ferlemann von der CDU ihren bisherigen Ansprüchen nicht im entferntesten gerecht werden“, kritisiert Rossmann.
Für Schleswig-Holstein ist die Verschiebung nach Auffassung des Sozialdemokraten ein schwerer Schlag. Rossmann: „Jedes Kind im Land lernt in der Grundschule, wie wichtig der Kanal für Wirtschaft und Entwicklung unseres Landes ist, aber im Bundesverkehrsministerium scheint das niemand zu wissen. Es verfestigt sich der Eindruck auf, dass Schleswig-Holstein unter Schwarz-Gelb in Berlin keine gute Lobby hat.“






