Rossmann: "Das Land braucht mehr Studienplätze - und die FH Wedel!"
SPD-Abgeordneter betont Potenzial der Fachhochschule
„Die Kürzungspläne des Landes bei der FH Wedel sind kurzsichtig und unverständlich!“ Das hat der Kreis Pinneberger SPD-Bundestagsabgeordnete Dr. Ernst Dieter Rossmann, der auch bildungspolitischer Sprecher seiner Fraktion ist, jetzt bei einem Gespräch mit der Führung der Hochschule betont.
„Wir befinden uns bundesweit in einer Situation, in der in großem Umfang neue Studienanfängerplätze geschaffen werden müssen. Das betrifft auch das Land Schleswig-Holstein. Da wäre es vollkommen widersinnig, die Kapazitäten der FH Wedel zu beschneiden“, hebt Rossmann im Nachgang zu dem Meinungsaustausch mit den Professoren Dirk und Eike Harms hervor. „Im Hochschulpakt II werden von 2011 bis 2015 insgesamt 275000 Plätze mit je 26000 Euro durch Bund und Land gefördert. Schleswig-Holstein, das bundesweit sowieso hinterherhinkt, wird nicht in der Lage sein, seine 10000 zusätzlichen Studienanfängerplätze zu realisieren, ohne der FH Wedel eine vernünftige Wachstumsperspektive zu ermöglichen.“
Rossmann appelliert deshalb an die Landesregierung, auch im Landesinteresse auf die radikalen Kürzungspläne zu verzichten. „Gerade die FH Wedel ist für ihre hochwertige und praxisnahe Ausbildung bundesweit anerkannt. Mit Medieninformatik, Technische Informatik, Wirtschaftsinformatik und Wirtschaftsingenieurwesen bietet sie zudem ausgesprochen zukunftsorientierte und arbeitsmarktkompatible Studiengänge an. Hinzu kommt noch, dass die Studienplätze in Wedel für das Land ausgesprochen günstig sind“, betont der Bildungspolitiker.
Eine Mittelkürzung für die Fachhochschule macht für Rossmann, der die Entwicklung der Einrichtung bereits seit 20 Jahren begleitet, auch deshalb keinen Sinn, weil erst in der jüngeren Vergangenheit mit Bundesmitteln erhebliche bauliche Modernisierungen und Erweiterungen durchgeführt worden sind. Rossmann: „Das Land sollte der hoch gerateten und erfolgreichen FH in Wedel ihre gute Perspektive nicht verbauen, sondern im Gegenteil die dortigen Möglichkeiten beim fälligen Studienplatzausbau nutzen.“
Eine derartige Anstrengung sei umso dringlicher als durch die von Schwarz-Gelb geplante Abschaffung der Wehrpflicht ein zusätzlicher Boom bei den Studienanfängern bevorsteht. „Wir rechnen mit zusätzlich 60000 erforderlichen Anfängerplätzen bundesweit, die schon im Sommer 2011 bereitgestellt werden müssten“, erläutert der Politiker, der in Berlin mit der SPD-Bundestagsfraktion daher bereits gefordert hat, einen Hochschulpakt II plus aufzulegen. „Auch Schleswig-Holstein muss sich diesem Problem stellen – und das Land wird dafür auch die Kapazitäten der FH Wedel brauchen“, betont Rossmann.






