Rückenwind für Rossmann-Initiative
SPD-Abgeordneter sieht Übereinstimmungen mit Driftmann-Plädoyer
In der bundesweiten Schulpolitik-Diskussion hat die Initiative des Kreis Pinneberger SPD-Bundestagsabgeordneten und bildungspolitischen Sprechers der SPD-Bundestagsfraktion, Dr. Ernst Dieter Rossmann, für einen Schulkonsens für neue Bewegung gesorgt.
So hat die Bundesdirektorenkonferenz der Gymnasien vor wenigen Tagen in Berlin eine Resolution beschlossen, die sich am Vorschlag Rossmanns orientiert, bundesweit auf ein Zwei-Wege-Modell von G8-Gymnasium einerseits und Gemeinschaftsschule oder Stadtteilschule mit der Abiturmöglichkeit nach 13 Schuljahren andererseits hinzuarbeiten.
Große Übereinstimmungen mit seinem Vorschlag erkennt Rossmann nun auch im aktuellen Plädoyer des DIHK-Präsidenten Prof. Dr. Hans Heinrich Driftmann für eine Diskussion über das Bildungssystem. „Wenn Prof. Driftmann sich für ein späteres Einsetzen der weiterführenden Schulen und ein Zwei-Säulen-Modell ausspricht, geht das in dieselbe Richtung“, freut sich Rossmann. „Ich begrüße das ausdrücklich, denn der DIHK-Präsident kommt aus seinem spezifischen Ansatz auf vergleichbare Ergebnisse. Das macht mir Mut, mit der Initiative für einen Schulkonsens den richtigen und möglicherweise auch erfolgversprechenden Impuls gegeben zu haben.“
Nach Rossmanns Vorstellung sollen die neuen gemeinsamen Grundstrukturen in einem konsensorientierten Prozess zwischen den Bundesländern möglichst schnell in einem nationalen Bildungsplan vereinbart und mit einer Vorlaufzeit von fünf Jahren in den einzelnen Bundesländern umgesetzt werden. Auf die Einhaltung dieses Konsenskonzeptes sollen sich die Länder dann unabhängig von möglichen wechselnden Regierungsmehrheiten für einen Zeitraum von mindestens zehn Jahren nach dem Muster des Bremer Schulkonsenses verpflichten.
„Jedes Jahr wechseln 120000 Schülerinnen und Schüler das Bundesland. Hochgerechnet auf zwölf Jahre sind das fast anderthalb Millionen Schüler. Die Länder wären also gut beraten, sich der Herausforderung einer gemeinsamen Grundstruktur bei den Schulen bald zu stellen“, betont Rossmann.






