Dr. Ernst Dieter Rossmann, MdB


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Dr. Ernst Dieter Rossmann MdB

06. Dezember 2010

Studienplatzexport stoppen!

Rossmann warnt vor schwerem Schaden für Schleswig-Holstein

Vor der anstehenden Entscheidung der Landesregierung hat der Kreis Pinneberger SPD-Bundestagsabgeordnete Dr. Ernst Dieter Rossmann jetzt noch einmal an das Kieler Kabinett appelliert, keine Studienplätze an andere Länder abzugeben.

„Wenn Schleswig-Holstein die geförderten Plätze, die ihm im Rahmen des Hochschulpaktes zustehen, weiterverkaufen würde, wäre das eine verheerende Botschaft! Nach den Diskussionen um die Hochschulstandorte Lübeck, Flensburg und aktuell Wedel wäre das eindeutige Signal: Die schwarz-gelbe Landesregierung pfeift auf den Bildungsstandort Schleswig-Holstein“, mahnt Rossmann.

Der bildungspolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion erinnert daran, dass der Bund den Ländern für die Schaffung von 275.000 zusätzlichen Studienanfängerplätzen – davon 9.700 in Schleswig-Holstein – von 2011 bis 2015 mit 5,4 Milliarden Euro unter die Arme greift. Pro zusätzlichem Studienanfängerplatz gibt es dabei für vier Jahre 13.000 Euro vom Bund, die von den Ländern jeweils um die gleiche Summe aufzustocken sind.

Rossmann: „Wenn die Landesregierung und Minister de Jager dieses Angebot für Schleswig-Holstein ausschlagen, verweigern sie sich nicht nur der nationalen Aufgabe, den zukünftigen Bedarf an wissenschaftlich ausgebildeten Fachkräften rechtzeitig zu sichern. Sie schadet auch den Interessen des Landes, der studienberechtigten ‚Landeskinder‘ und der Wirtschaft.“

Rossmann macht darauf aufmerksam, dass Schleswig-Holstein im Bundesvergleich sowieso schon zu wenige Studienplätze anbietet. Hatte nach dem statistischen Bundesamt die Quote der Studienanfänger an der Bevölkerung des entsprechenden Alters in Deutschland 2009 insgesamt einen Wert von 43, lag dieser in Schleswig-Holstein bei 30 Punkten. „Damit ist der Norden Schlusslicht in Deutschland. Dieses Ungleichgewicht darf nicht noch weiter verstärkt werden“, warnt der Politiker. Angesichts der Tatsache, dass durch die Abschaffung der Wehrpflicht ab 01.07.2011 und die doppelten Abiturjahrgänge, die allmählich ihre Wirkung entfalten, sich bundesweit noch mehr Studierwillige um einen Studienplatz bewerben werden, sei vielmehr ein „Hochschulpakt II plus“ mit bundesweit 60.000 Studienplätzen mehr das Gebot der Stunde. Rossmann: „Allein in Schleswig-Holstein müssten im kommenden Jahr 1.500 Studienplätze mehr entstehen.“



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