Dr. Ernst Dieter Rossmann, MdB


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Dr. Ernst Dieter Rossmann MdB

01. November 2007

Mittel der BA für Weiterbildung Geringqualifizierter und Älterer sollten in Schleswig-Holstein stärker abgerufen werden

Mit großem Unverständnis reagieren die neun SPD-Bundestagsabgeordneten aus Schleswig-Holstein auf die Tatsache, dass von 200 Millionen Euro, mit denen die Bundesagentur für Arbeit 2007 bundesweit vor allem kleinen Betrieben bei der Weiterbildung geringqualifizierter und/oder älterer Mitarbeiter unter die Arme greift (WeGebAU), bis Ende September nur 17,5 Millionen abgerufen wurden.

 

Auch für Schleswig-Holstein stehen 2007 für den WeGebAU 4,6 Millionen Euro zu Verfügung. Nach Informationen aus der BA-Regionaldirektion Kiel wird die Ausschöpfungsquote bis Ende des Jahres bei ca. 32,3 Prozent liegen. Landesgruppensprecher Rossmann: „Von den 4,6 Millionen, die die BA für den WeGebAU in Schleswig-Holstein zur Verfügung stellt, sind bis jetzt 603.000 Euro ausgezahlt worden. Insgesamt sind 1,4 Millionen Euro gebunden, d.h. werden noch bis Ende des Jahres abgerufen. Trauriges Fazit: Zwei Drittel der Mittel werden ungenutzt bleiben.“

Für den Bildungsexperten Rossmann, der sich sehr im Bereich der Weiterbildung engagiert, ist diese Entwicklung sehr Besorgnis erregend. Rossmann: „Schon jetzt haben wir in Schleswig-Holstein Fachkräftemangel und brauchen unbedingt Arbeitskräfte mit einer vernünftigen Berufsausbildung und Qualifizierung. Wir haben schon seit langem mit Gesetzen in Berlin Hilfen für Betriebe zur Nachqualifizierung ihrer ungelernten oder älte-ren Arbeitnehmer beschlossen, aber das Geld bleibt liegen. Wir appellieren an die Betriebe im gesamten Bundesland, diese Chance zu nutzen und mehr in Weiterbildung zu investieren, damit ihre Wirtschaftskraft in Zukunft nicht den Bach runter geht.“

Die Arbeitsagenturen haben seit einiger Zeit Weiterbildungsberater, die bei Betrieben für das Programm WeGebAU werben. Der WeGebAU fördert einmal die Weiterbildung geringqualifizierter Beschäftigter mit der Übernahme der Lehrgangskosten und mit einem Ar-beitgeberzuschuss für den Arbeitsausfall. Sogar ein fehlender Berufsabschluss kann dadurch nachgeholt werden. Zum anderen können ältere Beschäftigte ab 45, die in Betrieben mit bis zu 250 Beschäftigten arbeiten, Zuschüsse bekommen, wenn sie ihre berufs-bedingten Kenntnisse außerbetrieblich erweitern und dafür vom Arbeitgeber freigestellt werden.

Interessierte Betriebe können im SPD-Landesgruppenbüro in Berlin (Tel.: 030/227-75318 oder E-Mail: sh-lg.spd@bundestag.de) das Informationsfaltblatt zum WeGebAU anfordern oder direkt bei ihrer Arbeitsagentur nach dem Programm fragen.

Rossmann: „Jetzt müssen alle daran arbeiten, dass wir bis Ende des Jahres in Schleswig-Holstein zumindest eine 50prozentige Ausschöpfungsquote beim WeGebAU-Programm errei-chen. Dafür müssen wir alle in der nächsten Zeit gezielt bei Betrieben werben. Qualifizierte Mitarbeiter steigern schließlich die Wettbewerbsfähigkeit unseres Bundeslandes.“



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Kontakt Landesgruppe


Nadine Brockmann
Tel.: 030/227-75318
Fax: 030/227-76817 
sh-lg.spd@bundestag.de



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