Hagedorn und Rossmann: 200.000 Euro mehr für die "Ecopolicyade", das Exportprodukt für politische Bildung aus Schleswig-Holstein
Der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages hat auf Initiative der schleswig-holsteinischen SPD-Bundestagsabgeordneten Bettina Hagedorn eine Erhöhung der Mittel um 200.000 Euro für die Bundeszentrale für politische Bildung beschlossen.
Im Haushaltsentwurf des Bundesinnenministeriums für das Jahr 2008 war bereits vorgesehen, die Ausgaben für politische Bildungsarbeit von 18,2 Mio. Euro im Jahr 2007 auf 18,7 Mio. Euro zu erhöhen. In den Haushaltsverhandlungen gelang es nun, diese Summe noch einmal deutlich anzuheben.
Bettina Hagedorn: „Dieser Zuwachs an finanziellen Mitteln wird in erster Linie dem Bildungsangebot für Kinder und Jugendliche und für so genannte bildungsferne Schichten zugute kommen. Für Schleswig-Holstein bedeutet dies, dass vor allem die Ecopolicyade mit einer kräftigen Finanzspritze rechnen kann.“
Die Ecopolicyade ist ein in Schleswig-Holstein landesweit ausgetragener Wettbewerb, bei dem Schulen in einem Computersimulationsspiel gegeneinander antreten. Diese Simulation mit dem Namen „Ecopolicy“ will das Denken in vernetzten Strukturen schulen, indem die Schüler in verschiedenen Teams ein Industrie-, Schwellen oder Entwicklungsland so steuern und regieren müssen, dass alle relevanten Bereiche - Politik, Wirtschaft, Umweltbelastung, Lebensqualität, usw. – im Gleichgewicht gehalten werden. „Politische Bildungsarbeit leistet einen wesentlichen Beitrag zur Stärkung der Demokratie und zur Extremismusprävention. Es ist sehr zu begrüßen, dass sich die Ecopolicyade in Schleswig-Holstein etabliert hat und so erfolgreich ist, dass es jetzt sogar bundesweit exportiert werden soll“, sagt Dr. Ernst Dieter Rossmann, Sprecher der SPD-Landesgruppe Schleswig-Holstein und stellvertretender bildungspolitischer Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion.
Fast 19 Mio. Euro stehen der Bundeszentrale für politische Bildung im nächsten Jahr für ihre anerkennenswerte Arbeit im Bildungsbereich insgesamt zur Verfügung. Die zusätzlichen 200.000 Euro sollen zweckgebunden der Ecopolicyade zugute kommen – mit dem ehrgeizigen Ziel, dieses in Schleswig-Holstein bereits seit 2004 sehr erfolgreiche Konzept bundesweit an den Schulen zu etablieren. Hagedorn: „Das ist ein sehr erfreuliches Signal für die Bildungsarbeit in unserem Bundesland, die mit einem einzigartigen Konzept junge Menschen mit den Wirkungszusammenhängen in Politik, Umwelt und Wirtschaft vertraut macht und auf diesem Weg auch Kinder aus Migrantenfamilien und bildungsfernen Schichten zur Teilnahme am gesellschaftspolitischen Leben anregt.“


